VfR Simmern-TRI


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Klein vermisst Unterstützung
VfR-Teamchef verärgert über Triathlon-Aus – Regionalliga-Mannschaft um Wagner wird guter Siebter
Zufrieden ja, zufrieden nein: Johannes Klein, einer der Macher des Simmerner Triathlons, zog nach der 20. und vorerst letzten Auflage Bilanz. Dabei freute er sich über das Regionalliga-Team, ärgerte sich aber über die fehlende Unterstützung für die Veranstaltung, die zum vorerst letzten Mal stattgefunden hat.
SIMMERN. Beim 20. Triathlon der Stadt Simmern am vergangenen Sonntag kam das Regionalliga-Team des ausrichtenden VfR Simmern beim Heimspiel über die Olympische Distanz unter 13 Mannschaften auf den siebten Rang. In der Jahreswertung liegt es derzeit punktgleich mit Montabaur auf Platz acht. Siegreich war in Simmern in der dritthöchsten deutschen Liga die hessische Mannschaft TriFlow Bad Endbach. Für den Gastgeber wurden in der Mannschaft der Gesamtsieger des Rennens Martin Wagner, Andre Hergenröder (34.), Jörg Pauli (63.) und Holger Wilhelm (85.) gewertet. Teamchef Johannes Klein war mit dem Ergebnis zufrieden und konnte gut damit leben.
Nicht so richtig leben kann er mit dem schon vor zwei Jahren gefällten Entschluss, dass nach dem Jubiläumsrennen definitiv Schluss ist mit einem Triathlon-Wettkampf in der Kreisstadt. „Da wird man schon wehmütig, wenn eine solche Herzenssache zu Ende geht“, sagte er. „Aber der organisatorische Aufwand vor dem Rennen war einfach auf zu wenige Schultern verteilt und sprengte den persönlichen Zeitrahmen. Auch das finanzielle Risiko wurde immer größer.“ Oft habe er sich auch als Bittsteller gefühlt, wenn er irgendwo um Hilfe nachgefragt habe. „Obwohl der Wettkampf den Namen der Stadt trägt und Stadtbürgermeister Andreas Nikolay Schirmherr ist, fehlte oft die wirkliche Unterstützung durch die Stadt und auch von anderen öffentlichen Stellen. Da wäre einfach mehr drin gewesen – und das hätte uns bestimmt weitergeholfen.“
Alfons Benz

Wagner-Festspiele beim Heim-Triathlon
Favorit vom VfR Simmern triumphiert – Klein stellt Zukunft in Frage
Der Favorit war der beste zu Wasser, auf dem Rad und in Laufschuhen. Martin Wagner siegte beim Heimtriathlon in Simmern. Einen Wermutstropfen aber gibt es auch für den Ausrichter VfR: Die 20. Auflage könnte zugleich die letzte gewesen sein.

SIMMERN. Nicht nur die Sonne strahlte zum Jubiläum. Auch die Triathleten des VfR Simmern hatten beim 20. Triathlon der Stadt allen Grund dazu. Denn mit Martin Wagner lief über die olympische Kurzdistanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen nach 2:05:08 Stunden ein Lokalmatador als Erster über die Ziellinie am Naturfreibad. Er lag damit mehr als drei Minuten vor Christoph Bergmann vom TriFlow Bad Endbach (2:08:37) und Jens Roth vom SC Poseidon Koblenz (2:08:55).

Von seinem Trainer hatte der Sieger vor dem Wettkampf klare Anweisung erhalten. „Ich sollte voll Schwimmen, richtig Druck auf dem Rad machen und auch auf den ersten fünf Laufkilometern nicht nachlassen. Das konnte ich auch exakt umsetzen“, analysierte ein glücklicher Gewinner. Der bekannt gute Schwimmer stieg aber nicht als Erster aus dem Schwimmbecken. Hier musste er Jens Roth, der schon vor einer Woche in Zell bei seinem ersten Triathlon durch seine Schwimmstärke aufgefallen war, den Vortritt lassen. 18:11 Minuten standen gegen 18:49 Minuten.

Nach einem schnellen Wechsel von Wagner gingen beide fast zeitgleich auf die Radstrecke. Und hier zeigte der Neuling, dass er auch auf dem Rad stark ist. „Wir sind die ganze Radstrecke auf Sichtweite gefahren. Jens hat hier richtig Druck gemacht“, zollte der Sieger Respekt. Auf der Laufstrecke drehte Wagner dann richtig auf und zeigte bei brütender Hitze schon an der ersten Steigung, wer Herr des Rennens ist. „Nach der Hälfte der Laufstrecke wusste ich, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen war. Ich bin dann in aller Ruhe ins Ziel gelaufen“, so Wagner. „Ich wollte unbedingt gewinnen. Beim Heimrennen ist das immer etwas Besonders.“

Überziehen durfte er aber nicht – deshalb auch die Weisung seines Trainers. Am kommenden Sonntag tritt er nämlich beim Ironman in Klagenfurt an. Hier hat er nach seinem herausragenden Premieren-Ironman im Vorjahr in Roth, den er als 16. in 8:27:39 Stunden finishte, einen Platz unter den Top 15 im Visier – Ziel ist die Fahrkarte für Hawaii im Oktober. Der Drittplatzierte Jens Roth aus Monzelfeld war begeistert: „Dass ich in meinem zweiten Triathlon auf dem Treppchen stehe, hätte ich nicht gedacht.“

Zufrieden waren auch die VfR-Athleten Andre Hergenröder und Jörg Pauli, der erstmals für das Regionalliga-Team am Start war. Hergenröder lief nach 2:18:13 Stunden als 34. und Pauli nach 2:22:40 Stunden als 64. ins Ziel. „Ich bin mit den Leistung unserer Athleten sehr zufrieden“, kommentierte VfR-Teamchef Johannes Klein das Rennen. „Der Sieg von Martin war mir klar, alles andere ist ein Zubrot.“ Auch beim Sprintrennen über die halbe Distanz gab es einen Heimsieg. Volker Boch triumphierte nach 1:08:37 klar vor Moritz Breuer SRL Tri Koblenz (1:11:21).

Als der letzte von 410 Athleten im Ziel war, kam bei Johannes Klein etwas Wehmut auf. Das Jubiläumsrennen war wohl das letzte in Simmern. „Das ist finanziell kaum noch zu stemmen. Wir waren immer froh, wenn es hier null auf null aufging.“ Alfons Benz

VfR-Heimspiel mit Jubiläums-Charakter 20. Triathlon in Simmern
Regionalliga-Team um Wagner will angreifen

Zum 20. Mal findet am Sonntag der Triathlon in Simmern statt. Und mittendrin ist das Simmerner Regionalliga-Team, das sein Heimspiel beim Jubiläum gut bestreiten will.

SIMMERN. Das Jubiläum lockt – zum 20. Triathlon der Stadt Simmern. Am kommenden Sonntag stehen rund um das Simmerner Freibad nicht nur die Macher des Traditions-Triathlons unter Strom, sondern auch das einheimische Regionalliga-Team des VfR Simmern. Der VfR ist mit seinem Triathlon über die Olympische Distanz Gastgeber in der Triathlon-Regionalliga und will beim Heimspiel in der dritthöchsten deutschen Liga wie in den vergangenen Jahren ein Wörtchen mitreden. Allen voran Martin Wagner soll das Team im zweiten Saisonrennen zu einem guten Ergebnis führen.

Für Wagner ist der Simmerner Triathlon nicht nur ein wichtiger Abschlusstest für den Ironman Kärnten eine Woche später, sondern auch eine Herzensangelegenheit. „Ich möchte für die Mannschaft dabei sein und wichtige Punkte sammeln“, sagt der Student, der schon beim ersten Saisonrennen als mit Abstand stärkster Athlet des Teams mannschaftsdienlich beim Team-Rennen seine eigenen Ambitionen zurückgeschraubt hatte. In Simmern muss er nun die Balance schaffen zwischen einem vorsichtigen „Sicherheits-Wettkampf“, ohne unterwegs mit einem Sturz den Ironman-Start zu riskieren, und einer schnellen Generalprobe. Nach einem herausragenden Premieren-Ironman im Vorjahr in Roth will der 25-Jährige in Kärnten den Angriff auf die Top-15 unternehmen.

Ebenfalls in Top-Form für das Heimrennen ist Andre Hergenröder, der sich mit einem starken Rennen in Worms zuletzt noch einmal seiner exzellenten Möglichkeiten vor allem auf dem Rad versichert hat. Gerade auf dem kniffligen Radkurs in Simmern, der durch nötige Streckenveränderungen noch einmal anspruchsvoller wird, kann die derzeitige Nummer zwei im Team ihr Potenzial sicher ausspielen. „Gerade bei Martin und Andre bin ich gespannt, was herauskommt“, sagt Teamchef Johannes Klein, der das Fünfer-Team des VfR wieder kurzfristig zusammenstellen muss. Durch berufliche und private Gründe gibt es in diesem Jahr kein fest planbares Kern-Team, auf das die VfR-Macher Klein und Werner Vollrath zurückgreifen können.

So wird wahrscheinlich Vorjahressieger Christoph Streiß, dem 2009 in Simmern sein Meisterstück mit einem Start-Ziel-Sieg gelang, wahrscheinlich nicht am Start sein können. Infrage kommen fürs Heimrennen jedoch einige routinierte und junge Athleten wie Holger Wilhelm, Jörg Schüler, Markus Schmelzeisen, Jörg Pauli und Volker Boch. „Wir müssen einfach in den kommenden Tagen sehen, wen wir aufstellen können“, sagt Johannes Klein, „aber es werden fünf starke Jungs sein.“

Stark wird auch die Konkurrenz sein beim Regionalliga-Rennen, neben dem es einige weitere starke Ligen-Veranstaltungen auf Landesebene sowie die offenen Klassen gibt, die am Sonntag ab 9 Uhr beim Simmerner Triathlon ins Wasser springen. Das starke Sebamed-Team um die frühere Spitzenathletin Ute Mückel wird wie im Vorjahr starten – wie viele weitere namhafte Akteure. Sowohl beim Volkstriathlon über 400 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen als auch beim Rennen über die Olympische Distanz (1500/ 40/10) und beim Schüler-Wettbewerb geht es sportlich auf hohem Niveau zur Sache.

Informationen für den 20. Simmerner Triathlon am Sonntag gibt es im Internet unter www.vfr-simmern-tri.de oder unter Telefon 06761/908 860.

Martin Wagner wird in Mußbach Zweiter

Triathlon: VfR-Ass ist in Topform für Ironman
MUßBACH. Noch sind es zwei Wochen bis zum Simmerner Triathlon – aber die Lokalmatadoren kommen immer besser in Form. Allen voran Martin Wagner. Der derzeit unumstrittene Star des VfR-Teams bereitet sich auf den Ironman Austria am 4. Juli in Kärnten vor und hat beim Traditionsrennen im pfälzischen Mußbach einen exzellenten Formtest hingelegt. Als Zweiter kam Wagner nach Johannes Utz vom Tri-Team Heuchelberg ins Ziel. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Wagner. „Das war ein wirklich guter Test.“ In 2:05:09 Stunden lag er nur knapp 30 Sekunden hinter dem Sieger Utz (2:04:35). „Auf den letzten Kilometern der Radstrecke hat er einfach etwas mehr riskiert“, sagte Wagner, der als Erster aus dem Wasser kam nach 1500 Meter Schwimmen (19:02 Minuten) und dann auf dem schweren Radkurs zunächst dem Feld davonfuhr. An dem schweren Anstieg zum Pfälzer Vorzeigeberg „Kalmit“ schob sich der etwas langsamere Schwimmer Utz immer näher an Wagner heran. Auf den letzten fünf Kilometern des Radkurses fuhr der spätere Sieger dann sogar vorbei und mit einem knappen Vorsprung zum zweiten Wechsel. Beim Laufen sollten beide Akteure ungefähr gleichschnell über den 10-Kilometer-Kurs rennen, sodass sich nichts mehr an der Gesamtwertung veränderte. „Ich habe Johannes zwar häufig gesehen, aber ich konnte nicht mehr näherkommen“, sagte Martin Wagner, der in 37:07 Minuten eine gute Zeit lief. Auch wenn der Sieg in Mußbach am Ende nicht gelingen wollte – für den Ironman Kärnten sind die Aussichten für Martin Wagner ganz sicher sehr gut. (vb)

Saisonauftakt für die Triathleten des VfR

Simmern muss in Fritzlar vier Mann ersetzen
Am morgigen Sonntag startet für den VfR Simmern die Saison in der Triathlon-Regionalliga: Im hessischen Fritzlar geht der erste von vier Wettkämpfen über die Bühne. Zum Auftakt rechnet sich VfR-Teamchef Johannes Klein wenig aus.
Im Vorjahr belegte der VfR den dritten Platz in der Regionalliga. Das zu bestätigen, dürfte in dieser Runde schwer werden. Beim ersten von vier Liga-Wettkämpfen muss Simmern auf Christoph Streiß, Volker Boch, Holger Wilhelm und Jens Langetepe verzichten. An VfR-Topmann Martin Wagner werden sich deshalb die mehr oder weniger unerfahrenen Jörg Schüler, André Hergenrödter, Markus Schmelzeisen und Stefan Scherer hängen. „Wir haben viele Newcomer dabei. Es wird deshalb ganz schwer in Fritzlar, nicht Neunter und damit Letzter zu werden“, sagt Teamchef Johannes Klein vor dem Start.
Beim Mannschaftswettkampf (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) müssen alle fünf Starter „zusammen“ bleiben, denn am Ende wird die Zeit des Viertbesten einer Mannschaft gewertet. Einer der fünf Simmerner kann in Fritzlar also abreißen lassen. (mbo)

Martin Wagner wird Achter
beim Halb-Ironman in Lissabon
Triathlon: VfR-Mann mit starkem Debüt – Hergenröder Zweiter im Duathlon

KOBLENZ. Die Triathlon-Saison hat für Martin Wagner vom VfR Simmern erfolgreich begonnen. Bei der Halbironman-Distanz in Lissabon lag Wagner, der für das Canyon Tri Team an den Start ging, vom Beginn an in der Favoritengruppe um seinen Trainingspartner und früheren VfR-Kollegen Markus Fachbach und wurde schließlich starker Achter. Fachbach, der zuletzt beim Ironman in China wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte und das Rennen in aussichtsreicher Position vorzeitig beenden musste, lief als Dritter aufs Podium.

Beim Schwimmen hatte der Däne Rasmus Stubager in 22:47 Minuten das Tempo bestimmt, doch in der Favoritengruppe dahinter hielten sich Fachbach und Wagner auf. Beide kamen nach 1,9 Kilometern fast zeitgleich aus dem Wasser. Wagner hatte in 23:28 Minuten die etwas bessere Zeit als Fachbach (23:36), aber beide befanden sich damit an der Spitze des Rennens. Fachbach übernahm die Führung, hatte jedoch das Pech, dass die Verfolger um Wagner sehr harmonisch zusammenarbeiteten und er sich nicht richtig absetzen konnte. Also ließ sich der Commerzbank-Team-Athlet wieder einholen, um mit gezielten Attacken auf der 90-Kilometer-Runde die Konkurrenz mürbe zu machen. Doch Fachbach, der 2:10:35 Stunden für das Radfahren benötigte, kam aus der Gruppe um Wagner (2:10:50 Stunden) nicht weg, aber der Franzose Betrand Billard sprang nach vorne.

Die Entscheidung sollte im Halbmarathonlauf fallen. Fachbach lief in 1:13:45 Stunden eine starke Zeit, aber als Gesamtdritter in 3:50:42 Stunden musste er anerkennen, dass gerade der Belgier Dennis Devriendt und auch der Zweite Bertrand Billard beim Laufen schneller rannten. Martin Wagner lief eine ebenfalls starke Zeit von 1:16:14 Stunden und erreichte das Ziel im dichten Spitzenfeld als Achter. „Es war ein guter Fingerzeig für die Saison“, sagten die Beiden mit Blick auf den ersten Saisonhöhepunkt Anfang Juli beim Ironman in Kärnten. Gerade für Wagner, der im Vorjahr bei seiner Premiere im fränkischen Roth in 8:27:39 Stunden so sehr überzeugen konnte, wird der zweite Ironman seiner Karriere eine große He-rausforderung werden. In Lissabon war Wagner zufrieden, denn seine Endzeit von 3:53:10 Stunden lässt auf eine starke Saison hoffen.


Ebenfalls mit dem VfR Simmern startet wie Wagner am letzten Sonntag im Mai der Kastellauner Andre Hergenröder in die Liga-Saison. Und Hergenröder dürfte in diesem Jahr ein wichtiger Punktegarant für die VfR-Asse sein, denn bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Cross-Duathlon gab er eine gute Visitenkarte ab. Bei dem Rennen in Andernach belegte er den zweiten Gesamtplatz hinter dem Montabaurer Benjamin Rossmann. „Der war auch ziemlich überragend“, stellte Hergenröder fest.

Rossmann zeigte als Favorit einen Start-Ziel-Sieg in 1:24:45 Stunden und dominierte das Feld, in dem ihm Hergenröder in 1:36:43 Stunden mit respektvollem Abstand folgte. Den ersten Lauf über 5 Kilometer spulte der VfR-Triathlet in 19:25 Minuten herunter, fuhr dann einen guten zweiten Teil auf dem Mountainbike (20 Kilometer) in 54:52 Minuten und legte einen stabilen Schlusslauf über 5 Kilometer hin (22:07).

Eine Woche danach bestätigte Hergenröder seine gute Form bei der Deutschen Duathlon-Meisterschaft als 14. seiner Altersklasse erneut. Für 10 Km Laufen, 36 Km Radfahren und 5 Km Laufen benötigte er 2:07:32 Stunden. Zum Abschluss eines harten Wettkampf-Blocks an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden startete Hergenröder gestern zudem beim top besetzten Kurzdistanz-Triathlon in Buschhütten. In 2:03:05 Stunden wurde er dort 72. der Gesamtwertung. (vb)
Quelle:Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 10. Mai 2010


Streiß ist der Ultra-König
Triathlon: Simmerner wird bei der Langdistanz-Premiere in Bad Ems seiner Favoritenrolle gerecht
Das härteste Ultra-Rennen in Deutschland: So haben die Organisatoren des Emser Therme-Triathlons ihr Langdistanz-Debüt beworben. Zu viel versprochen haben sie mit dieser Einschätzung nicht.
BAD EMS. Morgens, kurz vor halb neun, in Welschneudorf. Zur besten Frühstückszeit erreicht Christoph Streiß zum ersten Mal die Verpflegungsstelle. Und schon jetzt ist klar, dass es ein einsamer Sonntag wird für den späteren Sieger des ersten Ultra-Rennens beim Emser Therme-Triathlon. Neun Minuten hinter dem 27-Jährigen liegt der Pedaleur einer Staffel, Sebastian Blumentritt (Tri Post Trier), der ärgste Widersacher, hat einen Rückstand von knapp 15 Minuten. Auch wenn das schwerste Stück des Wettkampfs noch vor den Athleten liegt: Für eine Vorentscheidung hat der exzellente Schwimmer und Radfahrer Streiß bereits gesorgt.
Acht Stunden später sind auch die letzten Zweifel für immer beseitigt: Nach 9:24:58 Stunden überquert Christoph Streiß am Kurpark die Ziellinie, lässt sich feiern als der erste Ultra-König in der nunmehr zehn Jahre währenden Bad Emser Triathlon-Historie. Und wie er sich feiern lässt: Die Arme nach oben, dann eine Verbeugung zur Linken, eine zur Rechten - es ist großes Kino, mit einem begeisterten Publikum. Streiß findet nur ein Wort, um diese Stimmung zu beschreiben: "Wahnsinn!"
Der Wahnsinn nimmt schon um 7 Uhr seinen Lauf: Der Simmerner steigt nach sagenhaften 49 Minuten und 3 Sekunden als Führender aus der Lahn und setzt einen Radsplit hintendrauf, den in Reihen des Veranstalters niemand für möglich gehalten hätte. 5:05 Stunden benötigt Streiß für den knüppelharten 180-Kilometer-Kurs, bei dem gleich zweimal der berüchtigte Anstieg vom Gelbachtal hinauf nach Hübingen zu meistern ist. Bereits nach 6 Stunden macht er sich auf den abschließenden Marathon. "Damit haben wir wirklich nicht gerechnet, so früh waren unsere Verpflegungsstationen gar nicht besetzt", staunt Chef-Organisator Harald Lange. Doch wo der Mann mit der Startnummer 500 dominiert, wird beim Ausrichter improvisiert. Per Mountainbike bringen die Helfer Wasser für den Führenden. Derart umsorgt, lässt sich dieser nach seinem Coup auch nicht lumpen und spricht Komplimente in Serie aus: "Was die Helfer hier geleistet haben, ist einfach der Hammer. Diese Organisation muss sich hinter keinem der großen Rennen verstecken."
Auch der Zweitplatzierte ist begeistert. "Ich habe mit Bad Ems immer nur Positives verbunden", sagt Sebastian Blumentritt, der rund eine halbe Stunde nach Streiß ins Ziel kommt. Für den Trierer war es die Premiere auf der Langdistanz mit 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Rad fahren und 42,195 Kilometern Laufen. "Ich komme wieder", sagt Blumentritt. Dass er am Morgen, kurz vor halb neun, schon auf den zweiten Platz gebucht war, stört ihn nicht im Geringsten.
Martin Wagner lässt erneut aufhorchen
Triathlon: Simmerner siegt über Kurzdistanz
BAD EMS. Bad Ems ist bekannt für seine anspruchsvolle wie populäre Mitteldistanz. Im Jahr der Ultra-Premiere erfreut sich das Sprintrennen der Triathleten allergrößter Beliebtheit - mit Rekordfeld und überlegenen Gewinnern. Markus Fachbach, Profi aus Kadenbach, hatten hier alle auf der Rechnung. Vielleicht Ralf Nacke, den Windener. Oder den Ex-Weltklassemann Lothar Leder. Aber Martin Wagner? Der Sprint bei der zehnten Auflage des Emser Therme-Triathlons wartete mit einer faustdicken Überraschung auf. Der Triathlet des VfR Simmern, der jüngst in Roth mit einer herausragenden Zeit über die Langstrecke aufgetrumpft hatte, nutzte die kurzfristige Absage seines Trainingspartners Markus Fachbach, um zum großen Schlag auszuholen.
In 1:00:41 Stunden verwies er Thomas Greger (TSG Maxdorf) und Christoph Heubel (TG Oberursel) auf die Plätze. Erst danach kam Ralf Nacke (RSG Montabaur) ins Ziel, Ex-Profi Lothar Leder (DSW Darmstadt) musste sich gar mit dem neunten Rang zufrieden geben. "Mit dem Schwimmen war ich überhaupt nicht zufrieden", resümierte Wagner. "Aber dann lief es richtig gut." Die Radstrecke, die von der Lahn über Arzbach zum Wolfskirchhof und zurück in den Kurpark nach Bad Ems führt, kennt der aus Koblenzer stammende VfR-Athlet aus dem Effeff. "Mit Markus Fachbach fahre ich diese Strecke zweimal die Woche. Da weiß man genau, wo man wie schalten muss. Das war war ein Riesenvorteil."
Chef-Organisator Harald Lange konnte verschmerzen, dass der Ex-Simmerner und Seriensieger Fachbach passen musste. "Das Konzept, den Sprint als Attraktion für die Zuschauer in der Mittagszeit zu platzieren, ist voll aufgegangen", sagte Lange. "Hätten wir nur das Ultra-Rennen ausgerichtet, wäre das zu viel Leerlauf für die Zuschauer gewesen. So aber haben die Besucher tolle Rennen mit spektakulären Szenen beim Start erlebt."
Quelle:Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 11.08.2009 Marco Rosbach

Simmerner Radsportler erklommen die Schweizer Alpenpässe rund um Andermatt
Alpenpässe in Hülle und Fülle - Andermatt, am Fuß von Oberalp- und Gotthard-Pass gelegen, war genau der richtige Standort und Ausgangspunkt für ein Rennrad-Wochenende der Radgruppe der Triathlonabteilung des VfR Simmern. Unter den 21 Sportlern, die sich auf den Weg in die Schweiz machten, war auch Urgestein Horst Fendler. Der 71-Jährige, der inzwischen in Norddeutschland lebt, hatte diesen Sport vor zwei Jahrzehnten in den Hunsrück importiert und somit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Simmerner Triathleten gelegt, die bis in die Zweite Bundesliga führte. Nach einer Zwangspause durch Dauerregen am ersten Tag wich die Gruppe am Folgetag über den verschneiten Gotthard-Pass zum Lago Maggiore aus und drehte dort bei Sonne und bestem Radwetter eine hügelige und landschaftlich reizvolle Runde. Als am folgenden Tag der Himmel aufklarte, erklommen die Simmerner an den Abschlusstagen die Pässe Furka, Grimsel, Nufenen, Gotthard, Oberalp und Lukmanier. Das Ergebnis der vier Radtage in der Schweiz: viele Kilometer, noch mehr Höhenmeter, imponierende Landschaftsbilder, einige Speichenbrüche, keine Stürze oder Verletzungen und die ersten Ideen für das nächste Rennrad-Wochenende im kommenden Jahr.

Martin Wagner überrascht sich selbst
Triathlon: Super-Zeit in Roth - Boch und Klein starke bei Züricher Ironman
Vier Triathleten des VfR Simmern waren am Wochenende in der Königsdisziplin, dem Ironman, im fränkischen Roth und in der Schweiz am Start. Unter dem Strich durften alle mit ihren Ergebnissen zufrieden sein - einer ganz besonders.
ROTH. Was Martin Wagner nicht für möglich gehalten hätte, ist dem Triathleten des VfR Simmern bei der achten Quelle-Challenge im mittelfränkischen Roth bei Nürnberg am Sonntag gelungen: Bei seiner Premiere auf der Triathlon-Langdistanz mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dem abschließenden Marathonlauf über 42,2 Kilometer kam er in für ihn unglaublichen 8:27:39 Stunden ins Ziel. Ebenfalls in Roth am Start war Joachim Wölke, der mit 11:00:49 Stunden Gesamtrang 1059 belegte. Volker Boch blieb beim Ironman Switzerland in Zürich mit 9:18:12 Stunden deutlich unter der angestrebten Marke von 9:30. Johannes Klein meisterte ebenfalls in der Schweiz in 9:53:52 Stunden sein selbst gestecktes Ziel "unter zehn Stunden"."Ich dachte an eine Endzeit von knapp unter neun Stunden, aber heute hatte ich einen gigantischen Tag und habe ein perfektes Rennen hingelegt", kommentierte der höchst zufriedene Martin Wagner seinen Wettkampf in Roth, der für ihn bestens verlief. Mehr als über die tolle Platzierung - er war damit fünftbester Deutscher - freute er sich über die unerwartete Endzeit.Im Wasser des Main-Donau-Kanals hatte Wagner eine gute Gruppe erwischt und kam nach 47:27 Minuten als Zweitschnellster an Land. Kleine Probleme in der Wechselzone beim Öffnen des Wäschebeutels hielten den 24-Jährigen nicht davon ab, auch auf dem Rad Druck zu machen. "Ich dachte an 4:50 Stunden, dass ich 4:37 gefahren bin, war richtig gut", so Wagner.Zu Beginn fuhr er in einer größeren Gruppe mit dem späteren Sieger Michael Göhner (7:55:53). "Natürlich wurde der vorgeschriebene Abstand von zehn Metern immer eingehalten. Aber mit dem richtigen Vordermann hat man einen Fixpunkt, an dem man sich gut orientieren kann", erläuterte Wagner. Gegen Ende achtete er darauf, nicht zu überziehen.Den Marathonlauf ging er bewusst ruhig an, um zum Schluss zulegen zu können. Auch diese Disziplin setzte er mit einer Laufzeit von 2:29:06 Stunden optimal um. Einen nicht unwesentlichen Anteil an diesem für ihn so erfolgreichen Tag gab er den Zuschauermassen an der Strecke. Weit mehr als 150 000 wurden gezählt. "Wenn man durch ein Stimmungsnest wie am Solarer Berg fährt, dann pushen einen die dicht gedrängten Reihen hoch", beschrieb der Neuling auf der Ironman-Distanz seine ersten Erfahrungen in einem der weltweit prestigeträchtigsten Wettkämpfe.Wagners Vereinskollege Joachim Wölke wollte unter elf Stunden bleiben und verpasste dieses Ziel in 11:00:49 nur minimal. Seine Zeiten für die drei Abschnitte: Schwimmen in 1:11:57, Radfahren in 5:27:54 und Laufen in 4:14:56.Gute äußere Bedingungen - es war nicht zu kalt, nicht zu warm und es wehte kaum Wind - wie in Roth fanden Volker Boch und Johannes Klein auch beim Ironman Switzerland am Sonntag in Zürich vor. Boch war von seinen 9:18:12 Stunden selbst überrascht, aber auch darüber, dass es für ihn mit dieser Zeit "nur" zu Gesamtplatz 65 und Rang 20 in seiner Altersklasse M 30 reichte und er die Qualifikation für den Hawaii-Ironman damit wohl knapp verpasst hat.Nach 1:06:25 Stunden stieg der Laubacher aus dem Wasser und ärgerte sich dann beim Radfahren über die Wettkampfrichter. Obwohl es verboten war, wurde auf dem Rad in Gruppen im Windschatten gefahren. "Ich habe mich mit den Kampfrichtern und der Konkurrenz angelegt, aber erfolglos. Es gab keinerlei Sanktionen", schilderte Boch seinen Unmut.Der Laubacher fuhr "vorschriftsmäßig" alleine, gab in der ersten Runde Gas, um einige Gruppen zu überholen. "In der zweiten Runde war ich stehend k. O. und bin mit dem Regel-Abstand von zehn Metern hinterhergefahren und brutal abgehängt worden. Mein Rennen war ein ständiger Kampf mit vielen Tiefs und Ausstiegs-Wünschen", ließ Boch in sein Inneres blicken. Nach 5:03:11 Stunden wechselte er zum Marathonlauf, den er in 3:05:27 Stunden hinter sich brachte. Höchst zufrieden war Johannes Klein mit seinem Wettkampf in Zürich. Er lief nach 9:53:52 Stunden begeistert als 282. der Gesamtwertung und 23. der Altersklasse M 40 ins Ziel. Klein hatte eine Zeit unter zehn Stunden angepeilt, aber selbst gezweifelt, ob es in Zürich möglich sein würde, unter zehn Stunden zu bleiben. Bei dem Keidelheimer passte an diesem Tag alles zusammen. Einem guten Resultat im Schwimmen (1:05:52) ließ er eine prima Radzeit (5:06:04) folgen. Die Krönung war sein ausgezeichneter Marathonlauf in 3:36:44.Unterstützt wurden die beiden Triathleten vom VfR Simmern an der Strecke von einigen Anhängern, die aus dem Hunsrück mitgereist waren. Alfons Benz/pk
Quelle:Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 14.07.2009

Triathlon: Wagner trumpft in Roth auf
Hunsrücker Ausdauersportler in Form: Bei der achten Austragung des Quelle-Challenge in Roth kam Martin Wagner vom VfR Simmern bei seinem ersten Triathlon über die Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad und dem abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer) mit einer für ihn sensationellen Endzeit von 8:27:39 Stunden auf dem 16. Platz ins Ziel. Beim Triathlon in Zürich blieb der Laubacher Volker Boch vom VfR Simmern in 9:18:12 Stunden klar unter der anvisierten Zeit von 9:30. Ausführliche Berichte folgen.


Eisenmänner des VfR wollen nach Hawaii
Triathlon: Simmerner in Zürich und Roth am Start
SIMMERN. Am Sonntag steigen mit dem Ironman-Switzerland in Zürich und der Quelle-Challenge in Roth parallel zwei Großereignisse der Triathlonszene. Mittendrin im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen sind einige Triathleten aus der Region.Ab 7 Uhr stürzen sich Volker Boch und Johannes Klein vom VfR Simmern am Sonntag in das Wasser des Zürichsees. Die beiden Hunsrücker wollen sich erneut einen Startplatz im Ironman-Mekka Hawaii sichern. Johannes Klein strebt in der Altersklasse 44 bis 49 Jahre für die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen eine Zeit unter 10 Stunden an. Sein Etappenplan: 1:05 Stunden für das Schwimmen, etwa 5:05 Stunden für die zwei Radrunden und etwa 3:40 Stunden für den abschließenden Marathon-Lauf. Die Zeiten für die Wechsel eingerechnet, käme eine Zeit um 9:50 Stunden heraus, die für ein Hawaii-Ticket reichen sollte. Im Vorjahr genügten in dieser Altersklasse 9:52 für die Qualifikation.Volker Boch will unter 9:30 Stunden bleiben. Allerdings hat der 33-jährige Laubacher Zweifel, ob sein Trainingsaufwand diese Endzeit hergibt. Bochs Zwischenzeiten-Plan: maximal 1:06 Stunden im Zürichsee, 5:10 Stunden für die Radrunden und den Marathon will er in weniger als 3:10 Stunden laufen. Das ergäbe mit den Wechseln 9:28 Stunden. Im Vorjahr wurde der letzte Hawaii-Platz dieser Altersklasse bei 9:28 Stunden vergeben.Im fränkischen Roth starten mit Martin Wagner und Joachim Wölke ebenfalls am Sonntag zwei weitere Triathleten des VfR Simmern bei der Quelle-Challenge. Nach der bisherigen Form dürfte von Wagner, dem bislang stärksten VfR-Triathleten der Saison, einiges zu erwarten sein.


Streiß feiert mit kluger Taktik einen Heimsieg
Triathlon: Teammitglied des VfR Simmern verteidigt seinen Vorsprung nach glänzenden Schwimm- und Radzeiten - Mannschaft erreicht dritten Platz
Strahlende Gesichter allenthalben im Zielbereich des 19. Triathlons des VfR Simmern. Besonders strahlen durften die einheimischen Athleten und Triathlon-Abteilungsleiter Johannes Klein. Denn mit Christoph Streiß stellte der ausrichtende Verein nach einer längeren Durststrecke endlich wieder den Sieger.
SIMMERN. Nach 2:00:04 Stunden lief Christoph Streiß über die olympische Kurzdistanz von 1500 Meter Schwimmen, 40 km Radfahren und zehn km Laufen als Erster ins Ziel am Naturfreibad. "Ich wollte hier unbedingt gewinnen. Darauf habe ich so lange gewartet. Jetzt bin ich total zufrieden", sprudelte es wenige Sekunden nach dem Überqueren der Ziellinie aus dem überglücklichen Sieger hervor.
"Die ganze sportliche Konzentration in den Wochen zuvor habe ich auf dieses Rennen gelegt." Und dem drückte Streiß von Beginn an seinen Stempel auf. Nach 18:54 Minuten stieg er als Erster aus dem Wasser und legte dann auf dem Rad mit 1:04:01 Stunden die beste Zeit hin. "Ich habe heute gegenüber früheren Wettkämpfen ein wenig getrickst", gab der Sieger einen Einblick in seine taktische Planung. "Auf der Rolle habe ich mich warm gefahren und war nicht auf dem Zeitfahrrad, sondern auf dem Rennrad unterwegs. Ich konnte deshalb sofort richtig Tempo machen." Zudem glaubte er, durch die aufrechtere Sitzposition auf dem Rad besser und leichter geatmet zu haben. Jedenfalls ging er gegenüber dem als starker Läufer bekannten Daniel Blankenfuland (LLG Wonnegau) mit einem Vorsprung von 1:56 Minuten auf die bekannt schweren zwei Laufrunden. "Das wird eine ganz enge Kiste. Aber es könnte hinhauen, denn Christoph sieht noch gut aus", kommentierte VfR-Teamchef Johannes Klein am Wendepunkt der Laufrunde nach fünf Kilometern das Rennen.Er sollte recht behalten. Zu diesem Zeitpunkt lag Streiß noch 1:20 Minuten vor dem Wonnegauer. Von hinten machte aber Sebastian Bleitgen vom TuS Griesheim mit einem Rückstand von etwas mehr als zwei Minuten mächtig Druck. Bleitgen war zuvor nur eine Sekunde hinter Streiß aus dem Wasser gekommen, hatte auf dem Rad als 15. in dieser Disziplin mit 1:06:28 Stunden aber an Boden verloren.Der Gewinner hatte an diesem Tag dagegen alles richtig gemacht - auch in seiner schwächeren Disziplin. "Ich hatte mir vorgenommen, auf den ersten Kilometern etwas verhaltener zu laufen, um hinten raus das Tempo hochhalten zu können."
Die Rechnung ging auf: Nach einer Laufzeit von 37:09 Minuten kam er genau eine Minute vor Blankenfuland ins Ziel. 35:54 Minuten benötigte Bleitgen für den Lauf und kam damit noch bis auf 13 Sekunden an den Zweitplatzierten heran. "Am Wendepunkt habe ich beim Blick in die Augen von Christoph schon gemerkt, dass er heute nicht zu schlagen ist", sagte der Zweitplatzierte. "Es ist doch schön, wenn der Lokalmatador gewinnt."Zufrieden war man aber auch im Regionalliga-Team des VfR Simmern. In der Besetzung Volker Boch (20. in 2:08:28), Stephan Herzberg (35. in 2:11:14) und Holger Wilhelm (48. in 2:12:18) kam man in der Mannschaftswertung auf einen hervorragenden dritten Platz. Und das, obwohl mit Martin Wagner der derzeit beste Simmerner nicht am Start war und Boch seit Wochen von einer Erkältung geplagt wird. Youngster André Hergenröder lief nach 2:18:46 Stunden als 82. ins Ziel und kam als fünfter VfR-Athlet nicht in die Teamwertung.Bei den Frauen siegte die 27-jährige Susann Dietrich vom DSW Darmstadt in neuer Streckenrekordzeit von 2:15:48 Stunden. Den "Volkstriathlon (400 m Schwimmen, 21 km Radfahren und 5 km Laufen) gewann Martin Horack vom Ludwigshafener SV nach 1:04:12 Stunden. Beste Staffel über die olympische Distanz war das Sebamed-Team mit der ehemaligen Weltklasse-Triathletin Ute Mückel als Schwimmerin (2:21:59). Das Team "Mich-Dich" siegte auf der Kurzstrecke in 1:08:31. Alfons Benz
Quelle:Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 29.06.2009

Martin Wagner gewinnt Landestitel
Triathlon: Simmerner sind in starker Form
MAXDORF. Martin Wagner vom VfR Simmern hat beim Maxdorfer Mitteldistanz-Triathlon in 3:53:53 Stunden in einem stark besetzten Teilnehmerfeld den dritten Platz belegt. Als schnellster Rheinland-Pfälzer sicherte er sich außerdem die Landesmeisterschaft. Weltklasse-Triathlet Normann Stadler (Soprema Team MTG) gewann nach zwei Kilometer Schwimmen, 85 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen in 3:45:18 Stunden bereits zum vierten Mal in Folge.Wagners Vereinskollege Christoph Streiß verpasste als Elfter der Gesamtwertung mit 4:07:56 Stunden knapp eine Top-Ten-Platzierung. In der Landeswertung wurde Streiß Fünfter. Ebenfalls für den VfR Simmern am Start waren Johannes Klein, der nach 4:54:45 Stunden als 136. von 460 Finishern das Ziel erreichte (Platz 81 der Landesmeisterschaft) und Joachim Wölke (182. gesamt in 5:02:10 Stunden).Beinahe gleichauf stieg das VfR-Duo Martin Wagner und Christoph Streiß nach dem Schwimmen kurz hinter dem Griesheimer Sebastian Bleitgen aus dem Wasser des Lambsheimer Nachtweideweihers. Rund eineinhalb Minuten vor Normann Stadler schwang sich das Spitzentrio auf die Räder. Im ersten Kreisel verlor die Spitzengruppe etliche Sekunden, weil noch keine Streckenposten vor Ort waren, um den Weg anzuzeigen. Auf den 85 anspruchsvollen Radkilometern spielte Stadler seine Stärken voll aus und flog vor dem ersten Anstieg an den Führenden vorbei. Mit 2:05:16 distanzierte Stadler den zweitbesten Radfahrer, den Ex-Radrennfahrer Tobias Gärtner von der DJK St. Ingbert, um mehr als 6,5 Minuten. Martin Wagner verlor gut sieben Minuten auf den Profi, blieb mit 2:17:22 Stunden aber im Rahmen des Möglichen. Auch Streiß fuhr mit 2:17:45 Stunden eine beachtliche Zeit.In der dritten Disziplin lief Martin Wagner zu Höchstform auf. Auf der Wendepunkt-Strecke machte er mit der schnellsten Laufzeit des gesamten Teilnehmerfeldes (1:12:25 Stunden) über 20 Kilometer mehr als zwei Minuten auf den führenden Normann Stadler gut. Den späteren Sieger wie auch den Zweitplatzierten, Michael Göhner aus Reutlingen, konnte Wagner natürlich nicht mehr einfangen. Christoph Streiß verlor den Anschluss und mit 1:26:07 Stunden auch die Chance auf eine Top-Platzierung. Martin Wagner unterstrich zwei Wochen vor dem Triathlon in Simmern seine Top-Form.(pk)
Quelle:Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 16.06.2009

VfR-Triathleten auf Platz sieben
Durchwachsener Auftakt beim Mannschaftswettkampf in Fritzlar
FRITZLAR. Ein Traumstart sieht anders aus, ein Fehlstart auch: Mit dem siebten Platz unter zehn Teilnehmern erreichte die Triathlon-Mannschaft des VfR Simmern beim Saisonauftakt der Regionalliga Mitte ein Ergebnis irgendwo zwischen Fisch und Fleisch. Mehr als einen Mittelfeldplatz hatten die VfR-Verantwortlichen ohnehin nicht erwartet.Im hessischen Fritzlar war als erste Saisondisziplin ein Mannschaftswettkampf über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen zu absolvieren. Das vierköpfige VfR-Team benötigte 1:08:44 Stunden. Sechs andere Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt ihr Programm schon hinter sich gebracht. Es lag allerdings nur eine gute Minute zwischen der Siegerzeit des Teams Triathlon Wetterau und dem VfR. Ein Indiz dafür, wie dicht die Leistungen beieinander lagen und wie stark sich kleinste Schwächen in den Platzierungen niederschlugen.Für ein gutes Mannschaftsresultat waren schnelle Schwimmer die halbe Miete. Lucas Alt - kein Spezialist in dieser Disziplin - kämpfte wacker, um Anschluss an seine Simmerner Teamkollegen Christoph Streiß, Martin Wagner und Stephan Herzberg zu halten. Die Mannschaftsmitglieder mussten nicht nur gemeinsam das Ziel erreichen, sondern auch während der drei Disziplinen gleichauf bleiben. Als Siebtplatzierte stiegen die Simmerner aus dem Wasser. Auf dem Rad machten die Hunsrücker mit der drittschnellsten Zeit Boden gut, den sie im abschließenden 5000-Meter-Lauf jedoch wieder verloren.Den zweiten Platz hinter Sieger Triathlon Wetterau belegte der TV Braunfels (1:07:47) vor Eintracht Frankfurt (1:07:57).Beim zweiten Saisonwettkampf darf man vom VfR ein besseres Mannschaftsergebnis erwarten. Am Sonntag, 28. Juni, ist nämlich die Kreisstadt Simmern der Schauplatz des Rennens über die olympische Kurzdistanz.(pk)
Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 05.06.2009

Simmerner Triathleten müssen Teamgeist zeigen
Heute Regionalliga-Auftakt im hessischen Fritzlar - Wagner, Streiß, Herzberg und Alt starten - Probleme bei Kaderbildung
SIMMERN. Für die Mannschaft des VfR Simmern dürfte es ein holpriger Start werden in die Triathlon-Saison der Regionalliga Mitte. In Fritzlar wird am heutigen Samstag beim Ederauen-Triathlon um die ersten Liga-Punkte dieses Jahres geschwommen, geradelt und gelaufen. Der zweite der vier Regionalliga-Großkampftage wird am 28. Juni in Simmern über die Bühne gehen.Auf dem Zettel des Simmerner Triathlon-Teamchefs Johannes Klein standen bei der Saisonplanung zwar rund zehn Namen von möglichen Startern. Doch schon beim Auftakt hat der Keidelheimer seine liebe Mühe und Not, aus den Namen auf dem Papier eine Mannschaft zusammenzustellen. Das liegt zum einen an den individuellen Saisonplanungen der Sportler, die im ein oder anderen Fall nicht mit dem Wettkampf in Fritzlar in Einklang zu bringen sind. Das liegt aber auch an dem spezifischen Modus des heutigen Triathlons in Hessen. Dort wird ein Teamwettkampf über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen ausgetragen. Das bedeutet: Schnelle Schwimmer sind gefragt, denn die vier Teamstarter müssen nicht nur gemeinsam das Ziel erreichen, sondern sie müssen auch unterwegs zusammenbleiben. Größere Rückstände im Wasser sind in den beiden folgenden Disziplinen kaum mehr aufzuholen.Neben Martin Wagner und Christoph Streiß, die zuletzt ihre gute Form als Sieger und Zweitplatzierter des Mülheim-Kärlicher Triathlons unterstrichen, werden Stephan Herzberg und Lucas Alt in Fritzlar das VfR-Trikot überstreifen."Ein Mittelfeldplatz müsste erreichbar sein", nennt Johannes Klein seine Erwartungen sowohl für den heutigen Auftritt in der hessischen Domstadt wie auch für die Saison insgesamt.Schon beim zweiten Liga-Wettbewerb dürfte es personell keine Probleme mehr geben, denn der wird am 28. Juni in Simmern über die Bühne gehen. "Darauf werden alle heiß sein", weiß Klein. Ebenfalls über die olympische Kurzdistanz wird - nach einem zwischenzeitlichen Sprint-Triathon im August in Bad Ems - zum Saisonabschluss in Griesheim (6. September) gestartet. "Zwei Kurzdistanzen im Programm - das dürfte unserer Mannschaft entgegenkommen", hofft Klein, dass einem vermutlich holprigen Start in Fritzlar reibungslose und erfolgreiche Mannschaftsauftritte folgen werden. (pk)

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 30.05.2009

Starker Start für VfR
Triathlon: Simmerner dominieren in Mülheim
MÜLHEIM-KÄRLICH. Martin Wagner und Christoph Streiß haben den Saisonauftakt der Triathleten in Mülheim-Kärlich dominiert. Die beiden Akteure des VfR Simmern drückten dem Wettbewerb über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen von Beginn an ihren Stempel auf. Ebenso wie die Frauen-Siegerin Jennifer Lehmler (TG Oberlahnstein) setzten sie sich am Ende locker und souverän gegen die Konkurrenz durch. Im Laufduell der beiden Vereinskollegen siegte Wagner in sehr guten 54:11 Minuten, Lehmler benötigte als schnellste Frau starke 1:03:59 Stunden.Bereits beim Schwimmen legten die Tagessieger in Mülheim-Kärlich die Grundlage für ihre Erfolge. 5:57 Minuten kraulte Streiß durch das Becken des Tauris-Schwimmbades, an seinen Füßen: Martin Wagner, der 5:58 schwamm. "Wir hatten das Glück, dass wir für die gleiche Bahn ausgelost wurden", erklärte Wagner später. In der Tat entwickelte sich dadurch auch auf dem Rad gleich ein Wettstreit auf hohem Niveau, während die Konkurrenz noch einige Meter im Becken zu absolvieren hatte. Lehmler beispielsweise lag durch ihre starken 7:11 im Wasser noch weit vor den Männern, die am Ende in der Vergabe der Plätze hinter den Simmernern ein Wort mitreden würden.Während sie jedoch in 36:29 Minuten an der Spitze des Frauenfeldes und mit der guten Laufzeit von 19:59 Minuten zum Start-Ziel-Sieg fuhr und lief, attackierte auf dem Rad zunächst Christoph Streiß. Wohlwissend, dass er in Vergleich zu seinem Teamkollegen auf fünf Kilometern der langsamere Läufer sein würde, suchte er früh die Entscheidung und absolvierte in 31:58 Minuten eine herausragende zweite Disziplin, konnte Wagner aber nicht abschütteln. Aus der zweiten Wechselzone stürmte dann Martin Wagner so rasant heraus, dass er seine läuferische Stärke sofort umzusetzen versuchte. Seinen 16:20 Minuten für den Lauf konnte Streiß (16:45) nichts entgegensetzen, Wagner siegte in 54:11, Streiß benötigte 29 Sekunden länger. Auf den dritten Platz lief am Ende mit der schnellsten Laufzeit des Tages noch Peter Meyer (RSV Daadetal/57:01), Platz vier belegte Heiko Spitzhon (RSG Montabaur/58:32), Dirk Radke wurde Fünfter in 58:53. Ein gutes Ergebnis zeigte auch Andre Hergenröder, der in 1:01:37 Stunden auf den 14. Platz kam und in dieser Saison beim VfR Simmern erstmals in der Regionalliga zum Einsatz kommen dürfte.

QuelleRhein-Hunsrück-Zeitung vom 23.05.2009

Streiß in Portugal
Triathlon: Lauf dürfte über Sieg entscheiden
SIMMERN. Am Samstag starten die beiden Triathleten Markus Fachbach und Christoph Streiß in Lissabon. Der frühere Simmerner Markus Fachbach, der mittlerweile für das Dresdner Kleinwort-Team startet, strebt auf der Ironman-Halbdistanz einen Platz auf dem Podium an. Christoph Streiß" Ambitionen fallen bescheidener aus. Im Schwimmen fühlt sich der Athlet des VfR Simmern fit, auf dem Rad läuft es bisher ebenfalls gut, nur mit dem Laufen ist er noch nicht zufrieden. Das Ironman 70.3-Rennen in Lissabon dürfte jedoch im Laufen entschieden werden. Möglicherweise ein Nachteil für Streiß, aber ein Vorteil für Fachbach, der in der dritten Disziplin gut in Form ist.

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 24.04.2009,

Triathlon für jedes Niveau
In Simmern starten wieder Leistungssportler und Hobbyathleten
SIMMERN. Im kommenden Jahr feiert der Triathlon des VfR Simmern einen runden Geburtstag. Die 19. Auflage der überregional bedeutenden Sportveranstaltung in der Kreisstadt steigt am Sonntag, 28. Juni. Auch in diesem Jahr wird der Triathlon wieder ein Treffpunkt sowohl für ambitionierte Hobby- wie auch Leistungssportler sein. Gestartet werden kann auf drei verschiedenen Distanzen.
Im Mittelpunkt stehen die Wettkämpfe der Regionalliga Mitte, der RTV-Triathlon-Liga (1. Landesliga), der 2. Rheinland-Pfalz-Liga sowie der RTV-Masters-Serie. Die Liga-Starter, aber auch Einzelsportler, konkurrieren auf der olympischen Kurzdistanz über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.
Die "Volkstriathleten" oder Jedermänner haben nur etwa die Hälfte der Anforderungen gegenüber der olympischen Kurzdistanz zu bewältigen: 400 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen kann man sich auch teilen - sei es beim Familientriathlon mit drei Mitgliedern einer Familie oder als Staffel von Freunden, Vereinskameraden oder Firmenkollegen. Der Nachwuchs kann wieder beim "Schüler Swim & Run" in den Sport hineinschnuppern. Bei diesem Duathlon für Schüler ab Jahrgang 1999 sind 100 Meter zu schwimmen und zwei Kilometer zu laufen.
Der erste Start erfolgt um 9 Uhr. Dreh- und Angelpunkt wird wieder das Simmerner Naturfreibad sein, wo auch der Wechsel zwischen den einzelnen Disziplinen erfolgt. Noch bleibt auch Hobbysportlern genügend Zeit, um sich für einen Start beim Simmerner Triathlon fit zu machen. Meldeschluss ist am 22. Juni. Wer sich garantiert ein Starter-T-Shirt sichern möchte, muss allerdings schon bis zum 10. Juni angemeldet sein. (pk)

Informationen und Anmeldungen: Johannes Klein, Tel. 06761/908 860, Mail: johklein@planet-interkom.de oder mail@vfr-simmern-tri.de; im Internet unter der Adresse www.vfr-simmern-tri.de

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 11.04.2009, Seite 14.





Hallo ihr Triathleten im Lande und alle Freunde !
Es ist mal wieder soweit. Unser jährliches Abschlusstreffen steht an.
Samstag den 15.11.2008, wie immer in der Grillhütte in Bubach.
Wir treffen uns pünktlich um 14.30 Uhr zu einem kleinen Spaziergang in der Umgebung der Hütte, um dann den Kuchen zu vernichten.
Danach besteht Gelegenheit bei einem Plausch die Saison einmal rückblickend zu analysieren und einen Ausblick auf nächste Jahr zu wagen.

Denkt bitte auch an Besteck, sowie Teller, Tassen und Gläser für den Kaffee bzw. das Abendessen.



VfR wird Zweiter
Saisonfinale in Mainz
MAINZ. Es kam so, wie es Johannes Klein geahnt hatte. Beim Saisonabschluss der Triathlon-Regionalliga in Mainz verlor sein VfR Simmern die Tabellenführung an die RSG Montabaur. Geärgert hat sich der Teamchef der Hunsrücker aber deshalb nicht, denn der Aufstieg in die Zweite Liga war eigentlich nie ein Thema für den VfR. "Wir sind sicher Zweiter", freute sich Klein daher über das gute Abschneiden in der ersten Regionalliga-Saison.

Für diesen Erfolg musste Klein aber ebenfalls ran. Nach dem Ausfall von Holger Wilhelm, Martin Wagner und Volker Boch stand den Kreisstädtern nur eine Rumpftruppe zur Verfügung. Da aber vier Mann ins Ziel kommen müssen, um in die Wertung zu kommen, machte sich Klein neben seinen Teamkollegen Christoph Streiß, Jens Langetepe, Lucas Alt und Christoph Harlfinger ebenfalls auf die Strecke. 1,2 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen waren in der Landeshauptstadt zu absolvieren.

Als erster VfR-Starter war Streiß (Endzeit: 2:04:41 Stunden) im Ziel. Er wurde Sechster von 396 Teilnehmern. "In der Form des letzten Jahres hätte er wohl gewonnen", glaubt Klein. Auf den Positionen 42, 90, 108 und 302 folgten Langetepe (2:11:48), Alt (2:18:01), Klein (2:21:00) und Hallfinger (2:47:29). Gewinnen konnte den Wettkampf in Mainz übrigens das Team aus Oberursel. Zweiter wurde der neue Meister aus Montabaur.

Nach dem Rückzug aus der Zweiten Liga hat sich der VfR Simmern zumindest im oberen Drittel der Regionalliga etabliert. Mehr sollte es auch erst einmal nicht sein. (vos)



VfR kann Rang eins wohl nicht halten
Triathlon: Simmerner gewinnen in Waldeck
WALDECK. Durch einen ersten Platz beim dritten Saisonrennen in Waldeck am Edersee haben die Triathleten des VfR Simmern die Spitze in der Regionalliga übernommen. Bei dem Wettkampf über die olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen kamen drei VfR-Starter unter die ersten Sechs.

Nach der ersten Disziplin lagen zwei Hunsrücker sogar ganz vorne: Christoph Streiß stieg nach 19:30 Minuten als Führender aus dem Wasser, dicht gefolgt von seinem Teamkameraden Martin Wagner (19:39). Auch beim Radfahren war Streiß mit der viertbesten Zeit (1:18:31) nur ein paar Sekunden schneller als Wilhelm (1:18:38), verlor den hauchdünnen Vorsprung auf ihn aber beim abschließenden Laufen. Wagner spulte die 10 Kilometer in 38:29 (5.) Minuten ab und wurde in 2:16:46 Stunden Dritter der Regionalliga-Wertung, Streiß benötigte 39:18 Minuten (7.) und kam als Vierter (Endzeit: 2:17:10) über die Ziellinie.

Ebenfalls ein Topergebnis erzielte Holger Wilhelm (Einzelzeiten: 21:31, 1:20:42, 39:01), der in 2:21:14 Stunden Sechster wurde. Jens Langetepe (Einzelzeiten: 21:23, 1:25:39, 43:28) ging mit 2:30:30 Stunden als 22. ebenfalls noch in die Wertung ein. Volker Boch (Einzelzeiten: 25:50, 1:26:17, 40:29) waren die Strapazen des Ironman-Wettkampfes in Zürich noch anzumerken. Als 29. (2:32:36) und fünftbester Simmerner ging er nicht mehr in die Regionalliga-Wertung ein.

Am morgigen Sonntag endet in Mainz die Regionalliga-Saison. Den ersten Platz in der Liga wird der VfR aber wohl nicht halten können, denn während die punktgleiche RSG Montabaur wohl in Bestbesetzung antreten können wird, müssen die Simmerner mit einer Rumpftruppe in die Landeshauptstadt reisen. Christoph Streiß, Jens Langetepe, Andreas Würz, Stephan Herzberg und Johannes Klein sind für die Hunsrücker am Start. "Aber aufsteigen wollen wir eigentlich auch nicht", sagt Teamchef Klein. Rang zwei sei aber so gut wie sicher. "Montabaur macht den Sack zu", so Klein. (vos)


Ironman-Strapazen im Dreierpack
Torsten Kühn vom VfR Simmern steht vor sportlicher Herkules-Aufgabe
Am heutigen Freitagmorgen um 7 Uhr fällt für Torsten Kühn der Startschuss zu einem außergewöhnlichen sportlichen Abenteuer: Der Sportler des VfR Simmern, der in Ingelheim lebt, will einen dreifachen Ironman-Triathlon bewältigen.
SIMMERN/INGELHEIM. Als wäre ein einfacher Ironman-Triathlon mit knapp 4 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und einem Marathon-Lauf über 42,2 Kilometer nicht Strapaze genug. Der gebürtige Kirchberger Torsten Kühn will dieses Paket an diesem Wochenende in dreifacher Ausfertigung bewältigen.Wirklich ermessen kann man die Anforderungen an seine körperliche und mentale Fitness erst, wenn man sich die Distanzen bildlich zu Gemüte führt: 11,4 Kilometer Schwimmen, das entspricht etwa den Rheinkilometern zwischen Boppard und Brey, 540 Kilometer Radfahren wäre der Weg von Simmern bis Rosenheim bei München und 126,6 Kilometer Laufen entspricht dem Weg von Koblenz nach Frankfurt. Diese Mammutdistanzen will Kühn am Stück zurücklegen, und zwar beim internationalen Triple-Ultra-Triathlon in Lensahn in Schleswig-Holstein.Was dort auf ihn zukommt, kann der Lehrer an der Berufsschule in Ingelheim recht gut einschätzen. Vor vier Jahren hat Kühn im österreichischen Neulengbach bereits einen zweifachen Ironman überstanden. Nach 28 Stunden und 18 Minuten und Platz 22 unter 50 Startern hatten die Qualen seinerzeit ein Ende."Bei einem normalen Ironman zehn Minuten schneller zu werden, reizt mich nicht. Ich will vielmehr wissen, was bei der Gesamtdistanz noch geht", schildert Kühn seine Motivation für den Start in Lensahn. "Insgesamt ging es mir beim Zweifach-Ironman gut", erinnert er sich.

Dennoch: Der Respekt vor den Strecken, die ihn ab heute erwarten, ist groß. Als Kühn im Training zuletzt 350 Kilometer auf dem Rad saß und danach ziemlich gerädert war, kamen ihm durchaus Bedenken, ob er es schafft.Hinzu kommt, dass in Lensahn die drei Disziplinen in relativ kurzen Runden bewältigt werden. Geschwommen wird auf einer 50-Meter-Bahn, gelaufen wird auf einem 1,3 Kilometer-Abschnitt und beim Radfahren wird nach vier Kilometern gewendet. Torsten Kühn sieht in diesen kurzen Abschnitten auch Vorteile: "Es ist leichter, sich zu verpflegen, und man hat häufiger Kontakt zu den Betreuern und Zuschauern." Unterstützt wird der zweifache Familienvater im Norden von seinen Simmerner Vereinskollegen Werner Vollrath, Jens-Linis Lerch und dessen Frau Isabel.So lange es geht, will Kühn ohne Schlaf auskommen. Für den Fall, dass ihn die Müdigkeit übermannt, hat er ein bis zwei Stunden Schlaf eingeplant. Mindestens 48 Stunden, schätzt der 39-Jährige, wird er unterwegs sein. Die Zeit allerdings ist nachrangig. Eine solche Strapaze überhaupt zu bewältigen, ist Erfolg genug. Schließlich steigen bei der nun in der 17. Auflage durchgeführten Veranstaltung in Lensahn jährlich 25 bis 30 Prozent der Starter vorzeitig aus. "Wenn man das Ziel erreicht, ist es ein überwältigendes Gefühl", weiß Kühn aus der Erfahrung seines Zweifach-Ironmans. (pk)



Boch auf der Überholspur
Triathlon: Beim Ironman Switzerland legt der 32-jährige Laubacher beeindruckende Aufholjagd hin
Die Sportart Triathlon besteht, wie es der Name schon sagt, aus drei Disziplinen. Gut, wenn man in allen dreien gut ist. Auch gut, wenn man eine schlechte durch zwei gute ausgleichen kann. Letztere Variante praktizierte der Laubacher Volker Boch beim Ironman Switzerland in Zürich und landete so ganz weit vorne.
ZÜRICH. Bildlich gesehen war es so, als ob Volker Boch seinen Kleinwagen nach dem ersten Teilabschnitt des Ironman Switzerland gegen einen Porsche getauscht hätte. Denn nach dem 3,8 Kilometer langen Schwimmen befand sich der 32-jährige Laubacher nur noch auf der Überholspur: Als 571. kam er aus dem Wasser, arbeitete sich auf der 180 Kilometer langen Radstrecke auf Position 134 vor und schloss den Triathlon im schweizerischen Zürich nach dem anschließenden Marathonlauf auf Gesamtrang 34 ab. In seiner Altersklasse (M 30) wurde er mit seiner Endzeit von 9:24:51 Stunden sogar Neunter. Holger Wilhelm, sein Teamkollege vom VfR Simmern, war rund drei Minuten nach ihm im Ziel (Endzeit: 9:27:29, Gesamtplatz 39, AK: 12).Dabei hatte Boch (Schwimmzeit: 1:06:49) mehr als zehn Minuten länger im Wasser verbracht als Wilhelm (0:56:29), diesen Rückstand aber anschließend - angefeuert von VfR-Abteilungsleiter Johannes Klein - systematisch abgearbeitet. Boch: "Nach dem Radfahren hat mir Johannes zugerufen, dass ich nur vier Minuten hinter Holger bin. Bei Kilometer 24 war ich dann dran." Und auch schnell vorbei, denn das Tempo seines Mannschaftskameraden (beide starten zusammen in der Regionalliga) konnte Wilhelm nicht halten. Über Einsamkeit auf der Laufstrecke konnte sich der 32-Jährige aber auch ohne die Begleitung des Freundes nicht beschweren. Auf dem Vier-Runden-Laufkurs mit vielen Wendepunkten wurde es mit zunehmender Renndauer immer enger. "Zwei Mal bin ich mit anderen zusammengestoßen", so Boch, der sich aber über die Marathonzeit von 3:05:55 Stunden nicht beschweren konnte.Ärgerlich waren da schon eher die Wetterbedingungen, die die 2222 Starter in Zürich vorfanden. "Es hat richtig geschüttet", sagte Boch. Auf der Radstrecke mit ihrem für einen Ironman untypisch schweren Höhenprofil (insgesamt 1280 Höhenmeter) sei dies schon sehr unangenehm gewesen. "Außerdem war es kalt - vor allem bei den langen Abfahrten." Von einer guten Zeit auf dem Rad ließ sich Boch (Radzeit: 5:08:50) aber auch von Regen und Kälte nicht abhalten. Alleine auf den 180 Kilometern in der zweiten Disziplin machte er 437 Plätze gut und lag plötzlich auf Rang 134. Holger Wilhelm (Radzeit: 5:14:23) wechselte als 92. in die Laufschuhe."Vielleicht wäre es auf dem Rad sogar noch etwas schneller gegangen, aber auf der zweiten Runde hatte ich echt etwas Angst vor dem Laufen", erklärte Boch. Und es sollte sich lohnen, dass er es auf dem zweiten Teilstück zum Schluss etwas langsamer angehen ließ, denn "der Marathon war heftig". Magenprobleme machten dem Hunsrücker zu schaffen. Gestoppt haben aber auch diese ihn nicht. Genau wie Holger Wilhelm (Laufzeit: 3:13:37) lief er einen bärenstarken Marathon und war am Ende überglücklich mit seiner Leistung und Platzierung. "Mit meinem Minimalisten-Trainingsprogramm war das schon ziemlich gigantisch", so Boch, der aus privaten und beruflichen Gründe keine optimale Vorbereitung absolvieren konnte.Beachtlich, dass er sich trotz dieses Handicaps das letzte Ticket zur Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii sicherte - es aber aus angesprochenen Gründen nicht annahm. "Das fürs nächste Jahr hätte ich genommen", flachste Boch. Auch Holger Wilhelm, der als Zwölfter der Altersklasse M 30 zumindest die Chance gehabt hätte, als Nachrücker zur WM zu fahren, verzichtete. "Noch mal müsste ich mir das in diesem Jahr auch nicht antun", meinte Boch. Volker Schmidt

Treppchen-Trio besteht letzten Test

Triathlon: Fachbach, Rossmann und Pschebizin sind in Simmern vorne
über Simmern zum Ironman: Für die drei Erstplatzierten beim Kurzdistanz-Triathlon in Simmern war das Rennen in der Kreisstadt nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu großen Zielen. Allen voran gilt dies für Markus Fachbach, der die 18. Triathlon-Auflage in Simmern dominierte.
SIMMERN. Eigentlich war es nur eine Randnotiz ohne große Bedeutung. Aber dennoch offenbarte jener kurze Augenblick in der Radwechselzone vieles über die Kräfteverhältnisse beim 18. Triathlon der Stadt Simmern. Topfavorit Markus Fachbach (Dresdner Kleinwort Team) war soeben nach 1:23:31 Stunden als Führender vom Rad gestiegen und noch keine fünf Schritte gelaufen, als er plötzlich stoppte, seinen rechten Schuh auszog und ein kleines Steinchen aus seinem Laufgerät schüttelte.Doch das allein war nicht das Erstaunliche. Vielmehr beeindruckte die Ruhe, mit der Fachbach nach dem kleinen "Übeltäter" in seinem Schuh suchte, zumal ihm mit Benjamin Rossmann (RSG Montabaur) der vermeintlich beste Läufer des Feldes im Nacken saß. Doch es zeigte die Stärke Fachbachs, der sich derzeit unter Profibedingungen auf den Ironman in Frankfurt am 6. Juli vorbereitet, und der in Simmern letztlich ungefährdet in 1:58:21 Stunden siegte. Sein weibliches Pendant war Tine Tretner (Tri Post Trier, 2:23:47), die ihre Konkurrenz um fast sechs Minuten deklassierte.Für Fachbach war der Triathlon in der Kreisstadt ein letzter Formcheck vor dem Saisonhöhepunkt in Frankfurt. "Das Schwimmen war nicht toll, auf dem Rad lief es gut, obwohl die Strecke unrhythmisch und nicht leicht zu fahren ist. Und beim Laufen habe ich mich richtig gut gefühlt", analysierte Fachbach, der als Dritter aus dem Wasser stieg und bei Kilometer neun im Radfahren die Führung übernahm.Als letzter Härtetest vor dem Jahreshighlight fungierte der Wettkampf in Simmern auch für Fachbachs ärgste Verfolger Benjamin Rossmann und Marc Pschebizin (Tri Post Trier). Rossmann, der nach 1:58:52 Stunden das Ziel erreichte, träumt ebenfalls noch von Hawaii. Die Qualifikation für das Mekka der Triathleten will der 29-Jährige in drei Wochen beim Ironman in Klagenfurt perfekt machen. Sein Auftritt in Simmern stimmte Rossmann optimistisch: "Markus Fachbach ist eine ganz große Hausnummer und kaum zu schlagen. Ich bin froh und überrascht, dass ich hier Zweiter werden konnte."Nach dem Schwimmen war mit einem solchen Erfolg auch noch nicht zu rechnen, denn Rossmann kam erst als 34. aus dem Wasser. "Das Schwimmen ist mein großes Manko, aber auf dem Rad und beim Laufen habe ich gemerkt, dass die Form stimmt."Zu verdanken hat Rossmann dies kurioserweise vor allem seinem ärgsten Verfolger in Simmern, Marc Pschebizin, der nach 2:01:58 Stunden einlief. Seit dieser Saison betreut der siebenfache Sieger des Inferno-Triathlons in Davos den Montabaurer. Doch Pschebizin verfolgt auch selbst noch große Ziele. "Ich will beim Ironman in Roth in drei Wochen die 8:30-Stunden-Marke knacken. Aufgrund des harten Trainings hat etwas die Spritzigkeit gefehlt", erklärte Pschebizin, der als Fünfter vom Rad stieg.Schnellste Athleten des VfR Simmern waren Martin Wagner (2:04:29 Stunden) als Sechster und Holger Wilhelm (2:05:15 Stunden) als Siebter. Christoph Streiß, der nach dem Radfahren noch auf Rang vier lag, fiel nach einem Leistungseinbruch beim Laufen auf Platz 13 zurück (2:07:37 Stunden). Der vierte VfR-Starter, Volker Boch, erreichte nach 2:12:08 Stunden als 34. das Ziel. Zwei Wochen nach dem zweiten Platz beim Liga-Auftakt in Darmstadt stand für das VfR-Regionalliga-Quartett beim Heimwettkampf damit ein dritter Platz zu Buche. Benjamin Rötsch



Heimspiel für VfR-Athleten
Triathlon: Team kämpft in Simmern um Punkte für die Regionalliga-Tabelle - Erster Start um 9.00 Uhr
Der Rückzug des VfR Simmern aus der Zweiten Bundesliga in die Regionalliga hat auch seine guten Seiten: Beim 18. Triathlon in der Kreisstadt hat die VfR-Mannschaft ein echtes "Heimspiel". Der Wettkampf rund um das Freizeitbad am kommenden Sonntag zählt als Ligarennen unter anderem auch für die Regionalliga Mitte.
SIMMERN. Rund 350 Starter erwartet das Organisationsteam des VfR Simmern um Abteilungsleiter Johannes Klein und Werner Vollrath zum 18. Triathlon der Stadt Simmern. Die Teilnehmer können zwischen zwei Distanzen wählen - dem Volkstriathlon und der Olympischen Kurzdistanz.
Im Volkstriathlon sind 400 Meter zu schwimmen, 21 Kilometer Rad zu fahren und fünf Kilometer zu laufen. Diese Prüfungen kann man alleine bewältigen oder in einer Staffel, in der sich drei Sportler bei den Disziplinen abwechseln. Kommen die Staffelstarter aus einer Familie, gibt es eine gesonderte Wertung. Sollte einer Staffel der dritte Mann oder die dritte Frau fehlen oder ein Sportler lieber in einem Team starten wollen, versuchen die Veranstalter zu vermitteln.
Auf der olympischen Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) geht es um Mannschaftspunkte für die Regionalliga der Männer und Frauen, der 1. und 2. Landesliga Rheinland-Pfalz sowie der RTV-Masters-Serie. Aber auch Einzelstarter und Staffeln können auf dieser Distanz antreten.
Simmerns Abteilungsleiter Johannes Klein ist zwar skeptisch, dass ein Triathlet aus dem VfR-Team einen Heimsieg landen kann. "Einige Top-Ten-Kandidaten haben wir aber schon in unseren Reihen", äußert er sich zu seinen Erwartungen und denkt vor dabei vor allem an Martin Wagner, Holger Wilhelm und Volker Boch.
Sein Topfavorit ist ein alter Bekannter: Markus Fachbach (Dresdener Kleinworth Triathlonteam), einst Zweitligastarter für den VfR und jetzt nationaler Toptriathlet auf der Langstrecke, nutzt die olympische Kurzdistanz in Simmern, um sich auf den Ironman Europe in Frankfurt vorzubereiten.
Ebenfalls zum Favoritenkreis zählen Sebastian Blumentritt und Marc Pschebizin von Tri Post Trier. Letzterer ist als siebenfacher Sieger des durch sein Höhenprofil berüchtigten Inferno-Triathlons in der Schweiz (3,1 Kilometer Schwimmen, 97 Kilometer Radfahren, 30 Kilometer Mountainbikefahren, 25 Kilometer Laufen) sicher einer der prominentesten Starter.Der erste Startschuss knallt um 9 Uhr, danach folgen weitere Startgruppen im Abstand von 45 Minuten. Nach den Erwachsenen kommt auch noch der Nachwuchs zum Zug. Gegen 14.30 Uhr kann sich die Jugend beim Schüler-Duathlon messen. In diesem Jahr gibt es wegen der Bauarbeiten an der B 50 nur einen "Zweikampf" aus 100 Meter Schwimmen und 2000 Meter Laufen.
Auf der Radstrecke von Simmern über Nannhausen, Unzenberg, Heinzenbach, Biebern, Fronhofen, Keidelheim und Kümbdchen werden Autofahrer um erhöhte Vorsicht gebeten. (pk/vos)

Weitere Informationen: www.vfr-simmern-tri.de, Mail: johklein@planet-interkom.de; Telefon 06761/90 88 60.







VfR wird zum Saisonstart Dritter
Triathlon-Regionalliga: Holger Wilhelm in Darmstadt als Achter bester Simmerner - Sturz von Wagner auf der Radstrecke
Gelungener Einstand für den VfR Simmern in der Triathlon-Regionalliga: Beim ersten Rennen in Darmstadt wurden Martin Wagner, Christoph Streiß, Jens Langetepe, Holger Wilhelm und Volker Boch zusammen Dritter.
DARMSTADT. Eigentlich lief alles perfekt für die Triathleten des VfR Simmern beim ersten Rennen der Regionalliga in Darmstadt: Als Erster und Zweiter verließen Christoph Streiß und Martin Wagner nach dem 750 Meter langen Schwimmen das Wasser. Doch auf der ersten Radrunde passierte es: Wagner stürzte, Streiß konnte nicht ausweichen, der Vorsprung war dahin. Immerhin verletzte sich keiner der beiden. "Ich weiß aber ohnehin nicht, ob ihr Vorsprung bei der Windschattenfreigabe ausgereicht hätte", grübelte VfR-Teamchef Johannes Klein - wahrscheinlich eher nicht.So bildete sich an der Spitze schnell eine Gruppe mit allen Favoriten, die nach den 20 Kilometer langen Radstrecke auch zeitgleich auf den letzten Teilabschnitt, das Laufen, gingen. Und auf den finalen fünf Kilometern war ein Mann nicht zu schlagen: Thomas Greger von der TSG Maxdorf lief die mit Abstand schnellste Zeit und kam nach 58:27 Minuten als Erster ins Ziel.Rund zwei Minuten später trudelten auch die VfR-Athleten ein: Holger Wilhelm war als Achter (Endzeit: 1:00:42 Stunden) der schnellste Simmerner. Dahinter folgten seine Teamkollegen Martin Wagner (9., 1:00:54), Jens Langetepe (14., 1:01:14), Christoph Streiß (22., 1:01:56) und der kurzfristig für den verhinderten Sascha Kauer eingesprungene Volker Boch (44., 1:05:08).Nach der Addition der Platzierungen der besten vier jedes Teams kamen die Hunsrücker auf 53 Punkte, was letztendlich Rang drei hinter der TSG Maxdorf (50 Punkte) und der RSG Montabaur (52) bedeutete. "Dritter Platz ist super. Das war voll in Ordnung", freute sich auch Klein über den gelungenen Saisonstart seiner Truppe, von der im nächsten Rennen vielleicht sogar noch mehr zu erwarten sein wird: Am 22. Juni gastiert die Regionalliga nämlich beim 18. Triathlon der Stadt Simmern - ein Heimspiel. (vos)


Streiß ist zurück
Triathlon-Regionalliga: Saisonstart für den VfR
DARMSTADT. In Darmstadt fällt am Sonntag um 11 Uhr der Startschuss zur Triathlon-Regionalliga: Mit dabei ist auch der VfR Simmern, der in der vergangenen Saison noch in der 2. Bundesliga startete. In dieser Klasse hätten die Hunsrücker eigentlich auch in dieser Saison starten müssen, denn absteigen konnten sie rein sportlich nicht, auch wenn sie das wollten. "Die Regionalliga hat uns aber wohlwollend aufgenommen und die Zweite Liga uns gehen lassen", sagt VfR-Teamchef Johannes Klein, der in diesem Zusammenhang von einem "Gentleman's Agreement" spricht.Dabei hätten die Simmerner in diesem Jahr wohl ohne Probleme in der 2. Bundesliga starten können, denn die Mannschaft ist durch zwei Neuzugänge stärker einzuschätzen als 2007. Der erste Neue ist ein alter Bekannter: Christoph Streiß, der schon bis 2006 für den VfR startete, kehrte zurück und brachte gleich noch einen weiteren Triathleten mit in die Kreisstadt: Jens Langetepe, dessen Leistungsvermögen Klein wie folgt einschätzt: "Der ist nicht weit hinter Christoph." Vor allem das Radfahren zählt zu den großen Stärken Langetepes.Beim ersten von vier Rennen in Darmstadt erwarten das Team 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren (mit Windschattenfreigabe) und fünf Kilometer Laufen. Neben Streiß und Langetepe werden auch Sascha Kauer, Holger Wilhelm und Martin Wagner zum VfR-Team gehören. Weiterhin zum Kader gehören natürlich Volker Boch und Andreas Würz, die in Darmstadt aber nicht dabei sind. (vos)

Triathlon für Teams und Individualisten
In Simmern können wieder Sportler jeder Leistungsstufe starten

Schwimmen, Radfahren, Laufen: Schon zum 18. Mal bittet die Triathlon-Abteilung des VfR Simmern zu diesem Dreikampf. In diesem Jahr spielt sich der Vielseitigkeitswettbewerb am Sonntag, 22. Juni, wieder rund um das Naturfreibad ab.
SIMMERN. Der Triathlon der Stadt Simmern ist ein Fest für Sportler aller Leistungsstufen und Altersklassen - auch für die ganze Familie. Beim Staffeltriathlon können sich drei Familienmitglieder die Disziplinen teilen. So kann beispielsweise Sohnemann 400 Meter schwimmen, übergibt dann an den Herrn Papa, der 21 Kilometer Rad fährt, während die Tochter abschließend fünf Kilometer läuft. Statt mit der Familie können auch Freundeskreise oder Gruppen für den Staffel-Wettbewerb melden. Wem noch ein oder zwei Mannschaftsmitglieder fehlen, kann sich an den Veranstalter wenden. Hobbyathleten, die es lieber alleine probieren, starten im Volkstriathlon über die gleichen Distanzen wie die Staffeln.

Wenn die Volks- und Kurzdistanz-Triathleten ihre Wettbewerbe schon beendet haben, können sich junge Nachwuchssportler gegen 14 Uhr beim Schülertriathlon messen.

Im Mittelpunkt stehen die Ligarennen auf der olympischen Kurzdistanz über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Die Simmerner Veranstaltung ist in diesem Jahr der zweite Saisonwettkampf für die Männer- und Frauenteams der Regionalliga Mitte, der 1. und 2. Landesliga sowie der RTV-Masters-Serie. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga haben die Triathleten des VfR Simmern in der Regionalliga Mitte auf ihrer Hausrunde ein Heimspiel.

Start, Ziel und Wechselzone sind erneut am und im Simmerner Naturfreibad, wo auch geschwommen wird. Danach geht es auf die Radstrecke über Nannhausen, Heinzenbach, Biebern, Kümbdchen zum Wechsel auf die Laufstrecke. Dort wartet auf dem Wirtschaftsweg zunächst eine langgezogene leichte Steigung nach Holzbach. Die ersten Wettkämpfe beginnen um 9 Uhr. (pk)

Anmeldeschluss ist der 16. Juni, Nachmeldungen sind nicht möglich. Formular im Internet unter www.vfr-simmern-tri.de, Mail: mail@vfr-simmern-tri.de, Tel. 06761/908860



Wilhelm und Boch eisern
Triathlon: VfR-Starter belegen bei Ironman-Weltmeisterschaften vordere Plätze - Richter wird 809.
Der Ironman auf Hawaii ist wohl eine der großen, wenn nicht sogar die größte Herausforderung, die der Sport zu bieten hat. Am vergangenen Wochenende stellten sich dieser Aufgabe auch drei Starter des VfR Simmern - mit Erfolg.
KAILUA-KONA. Mit einem Freudensprung erreichte Holger Wilhelm das Ziel der Weltmeisterschaft im Ironman-Triathlon auf Hawaii. Nach 3,9 Kilometern Schwimmen im unruhigen Pazifik, 182 Kilometern Radfahren durch Wind, Sonne und Regen sowie 42,195 Kilometer Laufen auf Asphalt riss der Athlet des VfR Simmern die Arme in die Höhe. 9:24:59 Stunden lang hatte der 32-Jährige alle Herausforderungen des Hawaii-Ironman angenommen und bewältigt. Wilhelm erreichte genau wie sein Teamkollege Volker Boch ein glänzendes Resultat. Lange Zeit sah es so aus, als würden die beiden Vereinskollegen sogar gemeinsam ins Ziel in Kailua-Kona laufen können, denn in 9:31:03 Stunden war der 30-jährige Boch nur wenige Minuten hinter Wilhelm zurück. Wilhelm wurde 115. der top besetzten und äußerst leistungsdichten Weltmeisterschaft, Boch belegte Rang 149.
Bereits beim Schwimmen im unruhigen und damit nur schwer zu bewältigenden Pazifik hatte Wilhelm den Grundstein für das beste Ergebnis seiner Triathlon-Laufbahn gelegt. Nach 1:00:29 Stunden war der Koblenzer aus dem Wasser, angesichts der besten Profi-Schwimmzeiten von knapp 54 Minuten ein absolutes Top-Ergebnis. "Im vergangenen Jahr waren die Schwimmzeiten rund acht Minuten besser", erklärte Boch, der mit seiner Zeit von 1:10:43 Stunden sehr zufrieden sein konnte. "Die Schwimmzeiten waren insgesamt ziemlich langsam, aber das hat nichts daran geändert, dass alle Athleten extrem eng beieinander lagen", erklärte er. Die noch gute Zeit Bochs reichte im 1800 Teilnehmer starken Starter-Feld gerade einmal zu einem Platz unter den ersten 750. "Durch diese Dichte war es auch extrem ruppig."
Nach einem schnellen Wechsel folgte für beide Akteure ein flottes Radfahren, bei dem Boch gehofft hatte, zu Wilhelm aufzufahren, was angesichts einer starken Leistung von beiden VfR-Athleten aber nicht ganz gelang. So spulten beide ihre 182 Kilometer über die Lavainsel durch Wind, Hitze und sogar prasselnden Regen jeweils als Solisten ab. Gerade Boch passierte hunderte Athleten. "Schade war, dass dort nicht immer das Verbot des Windschattenfahrens beachtet und Verstöße auch nicht geahndet wurden", sagte er. Wilhelm stellte Ähnliches fest. "Es gibt immer wieder Gruppen, die davon profitieren, dass nicht rigoros durchgegriffen wird." Doch Bochs 4:54:34 Stunden und Wilhelms 4:56:43 Stunden brachten sie im engen Hawaii-Feld weiter nach vorne. "Es war zwar insgesamt nicht so ein starker Wind", sagte Wilhelm, der 2004 bei seinem ersten Start auf Hawaii regelrecht verweht worden war. "Aber die Bedingungen waren nicht gerade leicht."
Wie erwartet wurde aber der abschließende Marathon zu einer noch größeren Herausforderung. "Ich hatte gehofft, dass es dort richtig rund geht", sagte Boch, der im Laufen in der Vorbereitung auf dieses Rennen deutliche Verbesserungen gezeigt hatte. Was im Rennen aber vor allem rund ging, war der Magen des 30-Jährigen. "Nach drei Kilometern saß ich schon im Toilettenhäuschen." Erst auf der zweiten Hälfte des Laufes legten sich die Probleme, und dem VfR-Athleten gelang in 3:19:32 Stunden noch ein guter Marathon durch die Hitze Hawaiis. "Die Temperaturen waren für mich brutal."
Hitze-Freund Wilhelm hatte damit weniger Probleme und lief in schwüler Wärme auf dem anspruchsvollen Parcours gute 3:22:11 Stunden. "Es hätte beinahe geklappt, und wir wären zusammen ins Ziel gekommen", erklärte Wilhelm. So musste er schließlich alleine zum Freudensprung ansetzen.
Ebenfalls zufrieden konnte der dritte VfR-Starter Stefan Richter mit seinem Wettkampf in Kailua-Kona sein. Der Dauner hatte im Vorfeld des Rennens mit einer Verletzung zu kämpfen und belegte in 10:56:08 Stunden schließlich den 809. Rang. 1:19:36 Stunden im Wasser, 5:40:46 Stunden auf dem Rad und 3:47:06 Stunden in Laufschuhen dauerte die Herausforderung Hawaii für ihn an.


Drei VfR-Triathleten auf Hawaii am Start
Triathlon: Boch, Wilhelm und Richter bei WM
KAILUA-KONA. Als sich das blaue Athletenband um das Handgelenk der beiden Simmerner Triathleten Holger Wilhelm und Volker Boch schlang, kam die erste leichte Nervosität auf. Am heutigen Samstag treten die beiden Bundesliga-Akteure gemeinsam mit dem Vereinskollegen Stefan Richter vom VfR Simmern bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii an.
3,9 Kilometer Schwimmen im Pazifik, 180 Kilometer Radfahren durch die Lavawüste von Hawaii und 42,195 Kilometer Laufen stehen an. "Es wird wohl alles andere als ein Spaß", sagt Wilhelm, der bereits 2004 auf Hawaii gestartet ist. In einem Jahr, in dem starke Winde sein Rennen begleiteten.Seine Vereinskollegen sind zum ersten Mal auf Hawaii und mussten sich bei den ersten Ausfahrten in der feuchten Hitze der Insel auf ihr Körpergefühl verlassen. Temperaturen, die um die Mittagszeit weit über 30 Grad hinausreichen, sorgen für eine permanente Überhitzung des Körpers. Da bringt der bisweilen böige Wind beim Radfahren zwar leichte Abkühlung, aber wehe, er kommt von vorne. "Die Mumuku-Winde sind berüchtigt", sagt Wilhelm, der 2004 erlebte, wie er mit Gegenwind aus dem Küstenstädtchen Kailua-Kona herausfuhr und der Wind anschließend so drehte, dass er ihn auf dem Rückweg erneut von vorne spürte.
So wenig sich die Bedingungen für den Rennsamstag prognostizieren lassen, so guter Dinge sind die Simmerner Athleten vor ihrem Hawaii-Auftritt. "Wir haben alles gemacht, was man für Hawaii machen sollte", erklärt Volker Boch. Also: viel Schwimmen, viel Radfahren, viel Laufen. Denn beim Aufeinandertreffen der für diesen Wettkampf qualifizierten besten 1700 Ironman-Athleten aller Altersklassen der Saison 2006 wird den Sportlern nicht nur von ihren Gegnern alles abverlangt.
Selbst in Jahren wie 2005, als der Wind nur sehr reduziert über die Radstrecke fegte, sind die Bedingungen auf Hawaii härter als anderswo. "Die Hitze ist schon sehr speziell", sagt Boch, "man hat ständig das Gefühl, sein T-Shirt tauschen zu müssen." Wer bei solch schweißtreibenden äußeren Umständen beispielsweise zu wenig trinkt, sieht sich im Rennen massiven Problemen gegenüber.


Eine weitere Herausforderung ist es, im Wettkampf ruhig zu bleiben - bei allen Ambitionen. "Jeder Ironman ist lang, aber auf Hawaii zahlt sich ein solider Wettkampf ohne unüberlegte Aktionen doppelt aus", sagt Wilhelm. Mit guter Form und einer guten Renneinteilung wollen die VfR-Starter auch ein gutes Rennen bestreiten. Und dies bedeutet letztlich, dass der Ironman Hawaii richtig Spaß machen soll.



Hallo Trias, VfR-Freunde und Angehörige,

wie schon bekannt gegeben, findet unsere diesjährige Jahresabschlussfeier am Samstag,18 November in der Grillhütte in Bubach statt!!
Wir treffen uns pünktlich 14.30 Uhr, um, wie in den Vorjahren ein wenig zu Wandern/ Spazierengehen, anschließend Kuchenschlacht und allgemeiner Plausch, Fotos schauen (mitbringen!!!), fachsimpeln, Abendessen...

Für Ortsunkundige:

Die Grillhütte (geschlossen und beheizt) liegt am Waldrand in Richtung Maisborn, ca. 4 km zur A61-Ausfahrt Laudert.


Super wär‘s, wenn Ihr mit einem Kuchen, einem Salat oder einem Nachtisch etc. zum großen Fressen beitragen würdet.

Würstchen zum Grillen und Baguetes /Brötchen haben wir schon eingekauft, wer sonstiges Grillgut möchte versorgt sich bitte selbst!

Meldet Euch diesbezüglich bei Johannes (06761-908 860) damit er das etwas koordinieren kann...



Bringt auch bitte Besteck, sowie Teller und Tassen/Gläser mit,
auch für den Kuchen/Salat.
Kaffe haben wir schon gekocht!!!

Fotos vom Saisonverlauf oder anderen Touren, zu verteilende Urkunden
etc. sollten natürlich auch nicht fehlen...

Wir hoffen dass Ihr alle kommen könnt !!

Gruss
Hannes




Doppelsieg für VfR-Triathleten
Bei den Landesmeisterschaften in Mainz kommen vier Simmerner Zweitliga-Starter unter die fünf Bestplatzierten
Mit seinem Sieg beim Mainzer Triathlonsprint hatte Christoph Steurenthaler nicht gerechnet. Doch die schärfste Konkurrenz spielte dem Mainzer, der in dieser Saison für den VfR Simmern in der Zweiten Bundesliga startete, in die Karten. Dem Sportstudenten kamen die Fehler seiner Kontrahenten gerade recht, er ist neuer Rheinland-Pfalz-Meister.
MAINZ. Es wirkte so, als hätte Christoph Steurenthaler den Mainzer Triathlonsprint im Vorbeigehen gewonnen. Am Vortag hatte der 27 Jahre alte Sportstudent einen Zehn-Kilometer-Lauf in Sörgenloch absolviert, am Morgen vor dem Wettkampf half Steurenthaler, Mitglied des veranstaltenden TCEC Mainz, zunächst bei den Aufbauarbeiten und eilte erst danach zum Start auf die Rheinfähre. Knapp eine Stunde später lief der Mainzer mit Zweitstartrecht für den VfR Simmern ungefährdet ins Ziel und wirkte nur wenig verausgabt.

Er habe diesen Erfolg nie erwartet, betonte Steurenthaler nach seinem Erfolg. Wohl auch, weil mit den Patzern seiner Konkurrenz nicht zu rechnen war. Seine beiden Mannschaftskollegen vom VfR Simmern und Mitfavoriten, Martin Wagner und Volker Boch, hatten beide keinen allzu guten Tag erwischt. Radspezialist Boch hatte nach dem 600 Meter langen Schwimmen schon einen zu großen Rückstand. "Ich kam etwa als Siebzigster aus dem Wasser. Mir ist die Brille beim Start hochgerutscht, und ich musste erstmal anhalten. Da war es für mich fast vorbei", sagte Boch, der noch viele Plätze gutmachte, es aber nicht mehr bis an die Spitze schaffte.

Wagner, der sich eigentlich im Wasser am wohlsten fühlt, patzte ausgerechnet in seiner Paradedisziplin. Obwohl der 21-Jährige der mit Abstand beste Schwimmer im Feld war, stieg er nur als Siebter aus dem Rhein. "Ich könnte mir in den Hintern beißen", kommentierte Wagner seinen Aussetzer im Wasser. Als seine Verfolger schon die Rheintreppe Höhe Fischtorplatz hochstiegen, schwamm Wagner immer noch. Mitten im Rhein, weit vor den anderen, viel zu weit. Wagner hatte das Ende der Schwimmstrecke schlichtweg nicht beachtet und schwamm daran vorbei. Bis er durch ein DLRG-Boot auf seinen Fauxpas aufmerksam gemacht wurde. "So etwas ist sehr ärgerlich. Ich war einfach nicht bei der Sache", gab Wagner zu. "Den Frust darüber habe ich im gesamten Rennen nicht ablegen können."

Immerhin: Wagner schaffte es noch auf Platz zwei. An Christoph Steurenthaler, der nach zwölf der 20 Radkilometer die Führung übernahm, kam er nicht mehr heran. "Es ist schade, ich hatte mir fest vorgenommen, das Rennen zu gewinnen", so Wagner.

"Glückwunsch an Christoph. Schade aber, dass wir es mit unseren Fehlern selbst vermasselt haben", sagte Volker Boch, der hinter dem jungen Pfälzer Leander Lebeau als Vierter nach der fünf Kilometer langen Laufstrecke ins Ziel kam. Mit Holger Wilhelm belegte ein weiterer Simmerner in 1:00:05 Stunden den fünften Platz und machte damit die Dominanz des Zweitligisten aus dem Hunsrück perfekt.
Hoffnung auf einen sauberen Sport
Keine Doping-Kontrollen bei Mainzer Triathlon
MAINZ. Bei einem Thema sind sich die Topathleten der Mainzer Triathlonveranstaltung einig. "Man mag es nur ungerne hören, aber auch bei solch kleineren Veranstaltungen wird gedopt", glaubt Christoph Steurenthaler, Gewinner des City-Triathlons. "Sicherlich in ganz geringem Maße, aber es ist kaum davon auszugehen, dass es mit hundertprozentiger Sauberkeit zugeht." Übertriebener Ehrgeiz gelte als primärer Grund dafür, dass auch im nicht ganz so leistungsmäßig betriebenen Sport mit unerlaubten Mitteln nachgeholfen werde.

Dennoch, der veranstaltende TCEC Mainz führt keine Dopingproben durch. Finanzielle Gründe spielen eine wesentliche Rolle. Um beispielsweise die ersten drei Männer und Frauen plus eine Zufallsperson testen zu lassen, wären Kosten von 1500 bis 2000 Euro entstanden. Bei Epo-Proben kämen weitere 200 Euro pro Sportler hinzu. "Das kann sich der Verein leider nicht leisten", sagt Heiko Maris, Vorsitzender des TCEC. Entsprechend gibt es in Mainz auch kein Preisgeld zu gewinnen. AndereVeranstalter belohnen ihre Gewinner mit finanziellen Mitteln, lassen im Gegenzug aber auch auf Doping testen. Schließlich soll nur der Athlet bezahlt werden, der auch sauberen Sport bietet. Verständlich. "Mir wäre es auch lieber, wenn die ersten Drei nach einem Wettkampf zur Kontrolle müssten", sagt Volker Boch vom VfR Simmern, Viertplatzierter in Mainz. "Doch Proben sind vom Verband nicht vorgeschrieben."

Die in Mainz angetretenen Spitzenathleten kennen sich, vertrauen daher gegenseitig auf ihre Sauberkeit. "Im Hobbybereich geht es aber anders zu", glaubt der zweitplatzierte Martin Wagner zu wissen. Steurenthaler und Wagner sind beide Studenten, haben daher viel Zeit, sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. "Wir sind allerdings die Ausnahme", sagt Wagner. "Viele der Athleten sind zeitlich eingespannt, können nur wenig trainieren", sagt Wagner. "Womöglich wird auch anders nachgeholfen." Heiko Maris glaubt, dass es dem Durchschnittssportler zu teuer käme, zu dopen. "Die finanziellen Mittel, ernsthaft zu dopen, hat kaum einer." Die Hoffnung, dass in Mainz alles sauber über die Bühne gegangen ist, bleibt. Einen Beweis dafür gibt es aber nicht . (mpl)



Bergmann lässt den Favoriten stehen!!!!

Bad Endbacher setzt sich beim 16. Triathlon der Stadt Simmern auf der olympischen Kurzdistanz gegen den fünfmaligen Sieger des Ironman Europe durch
Mit einer Überraschung endete der 16. Triathlon der Stadt Simmern. Nicht Favorit Jürgen Zäck, sondern Christoph Bergmann von Tri-Flow Bad Endbach entschied die Kurzdistanz für sich.
SIMMERN. Nur wenige Meter war Jürgen Zäck gelaufen, hatte die Führung im Kurzdistanztriathlon zuvor - wie erwartet - auf der 40 Kilometer langen Radstrecke übernommen, als er diese auch gleich wieder los war. Von hinten kam mit Christoph Bergmann die von Zäck bereits erwartete "Rakete" angeflogen. Dass er schon so früh eingeholt werden würde, hatte der Weltklasse-Triathlet aus Vallendar allerdings nicht erwartet. Nicht darüber informiert, wie viel Vorsprung er sich auf dem Rad herausgearbeitet hatte, konnte er dem sehr stark antretenden Bergmann nichts mehr entgegen setzen. "Ich hätte ihn aber auch nicht schlagen können", so der 40-Jährige, der bei seiner Premiere beim Triathlon der Stadt Simmern als Zweiter (Endzeit: 2:06:20 Stunden) ins Ziel kam.

Schon nach dem 1500 Meter langen Schwimmen im Simmerner Naturfreibad hatte Bergmann (21:18 Minuten) die Nase gegenüber Zäck (22:26) vorne. Als Fünftbester stieg er aufs Rad, musste den Favoriten aber nach rund 40 Minuten passieren lassen. "Ich hab ihn danach immer im Blick gehabt", so Bergmann, der beim letzten Wechsel nur knapp eine halbe Minute hinter Zäck lag und sich damit eine hervorragende Ausgangsposition fürs Laufen verschaffte. Seine Zehn-Kilometer-Zeit von 33:39 Minuten, die zweitbeste, war auch für den fünfmaligen Sieger des Ironman Europe zu schnell. Trotzdem war das Rennen kein Spaziergang für Bergmann (Endzeit: 2:04:59 Stunden): "So ein Mann fordert einen immer", lobte er das "Triathlon-Urgestein", der auf Grund seiner Vorbereitung auf den Ironman Germany in Frankfurt wohl nicht voll zur Sache ging. Gerade auf dem Rad wäre sonst für ihn wahrscheinlich mehr rausgesprungen als die fünftbeste Zeit (1:08:41 Stunden).

Rund 350 Sportler waren bei der 16. Auflage des Simmerner Triathlons angetreten und konnten froh sein, dass der veranstaltende VfR die Startzeiten nach vorne verlegt hatte, denn gegen Mittag wurde es heiß und vor allem schwül. Unbeeindruckt davon blieb Elena Wagner (TMK Mülheim-Kärlich, 2:25:11 Stunden), die die Frauen-Konkurrenz mit über einer Minute Vorsprung auf Ulrike Blank (TCEC Mainz) gewann.

DenVolkstriathlon über 400 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen entschied Robert Kretzer (Hans-Grohe-Team) in 1:07:23 Stunden für sich. Bei den Frauen siegte Bärbel Schlarb vom TV Bad Sobernheim in 1:20:09 Stunden. Quelle RZ


Zäck ist in Simmern dabei !!!

Triathlon: Weltklasse-Athlet geht als großer Favorit ins Rennen - Behinderung auf der Laufstrecke
Jürgen Zäck ist der prominenteste Starter beim Triathlon der Stadt Simmern. Der fünfmalige Sieger des Ironman Europe in Roth wird am morgigen Sonntag als klarer Favorit ins Rennen gehen.
SIMMERN. Bereits zum 16. Mal findet morgen der Triathlon der Stadt Simmern statt. Zwar ist die Veranstaltung diesmal nicht gleichzeitig auch ein Rennen der zweiten Liga, dafür hat der veranstaltende VfR Simmern aber eine andere Attraktion zu bieten: Weltklasse-Triathlet Jürgen Zäck wird in diesem Jahr mit von der Partie sein.

Der inzwischen 40-Jährige wird gegen 10.30 Uhr ins Naturfreibad steigen und die 1500 Meter lange Schwimmstrecke in Angriff nehmen, um anschließend auf die 40 Kilometer lange, wegen der Kirmes in Biebern leicht geänderte Radstrecke zu gehen. Nach seiner Spezialdisziplin dürfte Zäck wohl genug Vorsprung haben, um locker die letzten zehn Lauf-Kilometer anzugehen. "Normalerweise müsste er das Ding locker gewinnen", sagt Mitorganisator Johannes Klein vom VfR-Simmern. Aber: "Einen Spaziergang kann er sich hier sicher nicht erlauben." Starke Konkurrenz hat der Vallendarer auf jeden Fall: Mit Zäck gehen die Starter der Regional- und der zweiten Rheinland-Pfalz-Liga an den Start. Zuvor (9.45 Uhr) sind bereits die Triathleten der Landesliga und der Masters-Serie an der Reihe. Um 9 Uhr beginnt der Wettkampf mit den Startern der offenen Klasse und den Teilnehmern am Volkstriathlon (400/21/1). Die Frauen werden wohl um 9.45 Uhr ins Wasser steigen. Insgesamt nehmen rund 350 Sportler teil.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gibt es zwei Änderungen: Durch die Brückenbauarbeiten an der B50 müssen die Läufer eine leichte Behinderung vom Naturfreibad in Richtung Holzbach in Kauf nehmen. Der Schüler-Triathlon wird in diesem Jahr nur ein Duathlon sein. 200 Meter Schwimmen und zwei Kilometer Laufen sind geplant.

VfR fehlt Personal !!

Triathlon: Kauer, Boch und Steurenthaler fehlen
SIMMERN. Nach zwei Rennen in der 2. Triathlon-Bundesliga liegt der VfR Simmern auf dem siebten Platz - von insgesamt elf Mannschaften. Am heutigen Samstag (13 Uhr) geht die Saison in Oberschleißheim bei München in die dritte Runde. Rund um die olympische Regattastrecke von 1972 müssen die fünf Simmerner Starter die Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen absolvieren.

Dabei hat der VfR, wie schon in den ersten beiden Rennen, Personalprobleme: Volker Boch (berufliche Gründe), Sascha Kauer (Trainingsrückstand) und Christoph Steurenthaler (Vorbereitung auf den Ironman in Roth) können erneut nicht antreten. Im Gegensatz zum Rennen in Darmstadt wird Holger Wilhelm, der bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft startete, aber wieder mit von der Partie sein. Mit ihm werden Martin Wagner, Lucas Alt, Stephan Herberg und Mirko Reiz um eine gute Platzierung kämpfen.

"Ein Mittelfeldplatz ist aber auf jeden Fall drin", sagt VfR-Teamchef Johannes Klein, der das Niveau der neuen zweiten Liga als "bedeutend höher als im vergangenen Jahr" einschätzt. Das die Hunsrücker weiter nach unten abrutschen könnten, befürchtet er nicht. Johannes Klein: "Das wäre aber auch nicht so problematisch, da keine Mannschaft absteigt."


VfR muss personell umstellen
Triathlon: Simmern beim Zweitliga-Rennen in Darmstadt ohne vier Akteure
DARMSTADT. Es brummt beim VfR Simmern. Am Sonntag startet das Triathlon-Team ins zweite Rennen der 2. Bundesliga Süd. Und dieses Teamrennen in Darmstadt wird für den VfR wohl zu einer harten Probe, denn gegenüber dem gelungenen Auftakt in Altenkunstadt musste Teamchef Johannes Klein komplett umstellen. In Darmstadt geht für den VfR eine stark veränderte Mannschaft an den Start. "Leider ist es in dieser Saison personell immer wieder eng", sagt Klein skeptisch.

Aus dem Altenkunstädter Team fehlen zumindest Christoph Steurenthaler und Holger Wilhelm, die beide bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft über die Mitteldistanz in Bad Ems antreten. Wilhelm hatte dieses Rennen lange geplant, da er es als ernsthaften Test für den Ironman am 23. Juli in Frankfurt eingeplant hat. Steurenthaler entschied sich relativ kurzfristig ebenfalls für Bad Ems, weil er am 3. Juli bei der Langdistanz in Roth startet und ein längeres Testrennen braucht. Eigentlich für Bad Ems geplant hatte auch Volker Boch, der beim ganztägigen Rennen in Darmstadt aus beruflichen Gründen ohnehin nicht antreten kann. Sein Start in Bad Ems ist ebenfalls noch ungewiss.

Am Sonntagmorgen werden in Darmstadt Martin Wagner, Stephan Herzberg, Andreas Würtz und Lucas Alt zu den kurzen Einzelsprints antreten. Teamchef Klein startet in Bad Ems auf der Mitteldistanz und reist dann nach Darmstadt weiter, um am Nachmittag beim Teamsprint für den VfR an der Strecke zu stehen. "Das Wochenende ist durch die parallelen Rennen für uns schwierig", sagt Klein, der durch die sehr enge Zeitplanung der 2. Bundesliga ohnehin stark gebeutelt ist.

Am Nachmittag tritt das VfR-Quartett vom Vormittag zu einem Teamsprint über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen an. Neben Alt, Herzberg, Wagner und Würtz geht dann auch Jörg Pauli ins Rennen, der in diesem Jahr erstmals für den VfR antritt. "Wir müssen dieses Rennen einfach irgendwie durchziehen", sagt Teamchef Klein, der in Darmstadt erneut ohne Sascha Kauer improvisieren muss. Aus dem Team, das im vergangenen Jahr in Darmstadt an den Start ging, ist nur noch Martin Wagner übrig geblieben.



Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 10.06.2006, Seite 34.


VfR feiert gelungene Premiere
Triathlon: Simmerner Mannschaft belegt zum Auftakt der 2. Bundesliga Süd Platz fünf - Von Schwimm-Absage profitiert
Unerwartet gut sind die Triathleten des VfR Simmern in der neuen 2. Bundesliga Süd in die Saison gestartet. Beim Ligaauftakt im bayerischen Altenkunstadt belegte das Team den fünften Rang.
ALTENKUNSTADT. Die neue 2. Bundesliga bedeutet für die Mannschaft des VfR Simmern vor allem eines: hohen Aufwand. Dies wurde bereits beim ersten Rennen in Altenkunstadt deutlich. Zum einen sind die Anfahrten zu den Wettbewerben gegenüber der alten 2. Bundesliga Mitte wesentlich länger. Zum anderen spürten die Starter des VfR unweit von Bayreuth, welch hohes Niveau sie in dieser Liga erwartet. Auf einem schweren Kurs verkaufte sich der VfR mit Rang fünf unter elf Mannschaften gut.Dabei war das Ligarennen im Rahmen des sechsten Altenkunstädter Baur-Triathlons unter völlig veränderten Vorzeichen gestartet worden. Das im Main geplante Schwimmen wurde gestrichen, weil das Wasser nur zehn statt der vorgeschriebenen mindestens 14 Grad aufwies. Statt 1500 Meter Schwimmen gab es zum Auftakt fünf Kilometer Laufen. Hohes Liga-Niveau
Bei dieser ersten Disziplin zeigte sich das hohe Niveau der Liga. Im Bereich um drei Minuten pro Kilometer lief das Elitefeld geschlossen los, sofort bildete sich eine Spitzengruppe um den Sigmaringer Marco Napierala. Die führende Gruppe blieb komplett zusammen, da wegen der Windschattenfreigabe auf dem anschließenden harten Radkurs kein Athlet den Anschluss schaffte.
Beim Laufen startete Martin Wagner für den VfR exzellent. Neben sich hatte er mit dem Coburger Jan Sibbersen einen der weltbesten Ironman-Schwimmer, der mutig anlief und später aufgab.
Hinter Wagner war Mannschaftskollege Volker Boch nach dem Start etwas eingeblockt im Feld. "Das Tempo der ersten Gruppe hätte ich vielleicht mitlaufen können, aber das Loch zulaufen konnte ich nicht", erklärte der 29-Jährige, der nach zwei Kilometern Wagner passierte und aus der ersten Gruppe heraus Richtung Spitze lief.
Während Napierala in exzellenten 14:33 Minuten als Erster in die Wechselzone einlief, kam Boch auf Platz 13 in 15:06 herein. Durch Probleme beim Wechsel aufs Rad verlor Boch den Kontakt zur zweiten Gruppe. Martin Wagner (15:11) platzierte sich gleich in der Verfolgergruppe.
Hart arbeiten musste dahinter Holger Wilhelm. Der 32-jährige Simmerner hatte nach dem Laufen (15:30) etwas Rückstand, schloss auf den ersten von 40 Radkilometern aber zu Boch auf.
Gemeinsam begann dann die Jagd auf die starke und große zweite Gruppe, die aussichtslos schien bei beinahe einminütigem Rückstand - und doch gelang.
Gemeinsam sollten Boch, Wagner und Wilhelm nach 1:03-Radzeit auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke gehen.
Boch und Wilhelm gleichauf
Als Vierter der Gruppe wurde Boch mit 35:09 Minuten Laufzeit hinter Sieger Petr Bures vom TV Erlangen (Gesamtzeit: 1:49:33 Stunden) in 1:54:00 insgesamt 16. Die gleiche Zeit und Platzierung erreichte Wilhelm, der mit 35:12 Minuten auf den letzten Metern noch gleichzog. Auf Rang 22 kam Wagner ein, der 36:38 Minuten für den Lauf und 1:55:23 Stunden insgesamt benötigte.
VfR-Neuzugang Christoph Steurenthaler hatte mit muskulären Problemen zu kämpfen und verpasste mit 15:34 Minuten für den ersten Lauf den Anschluss. Er erreichte in 35:29 Minuten noch die beste zweite Laufzeit seiner Gruppe, kam in 1:57:30 Stunden insgesamt aber nicht über Rang 29 hinaus. Mirco Reiz belegte nach 2:09:44 Stunden Platz 45.
"Wir sind sehr zufrieden", sagte VfR-Teamchef Johannes Klein, auch weil der VfR in der Endabrechnung hauchdünn am dritten Mannschaftsplatz vorbeigeschrammt war. Hinter dem Siegerteam aus Süßen wurde es ab Rang drei eng. Bei genauer Rechnung hätte ein VfR-Athlet zwei Sekunden für Rang vier und acht Sekunden für Rang drei schneller sein müssen.


Für VfR beginnt neue Zeitrechnung


Triathlon: Erster Wettkampf für Simmern in der neuen 2. Bundesliga
Unter ungewissen Vorzeichen starten die Triathleten des VfR Simmern am Pfingstsonntag in der neuen 2. Bundesliga Süd in die Saison. Im bayerischen Altenkunstadt beginnt für die Simmerner dabei in mehrfacher Hinsicht eine neue Zeitrechnung. Das Rennen über die Olympische Distanz von 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen ist nicht nur rein sportlich von besonderem Interesse.
SIMMERN. Die VfR-Athleten wissen nicht, was sie in der neuen Klasse erwartet, da die 2. Bundesliga Süd neu eingeführt wurde. Zum Ende der Vorsaison verjüngten sich die bis dato vier Staffeln der 2. Bundesligen in eine neue Nord- und eine Süd-Abteilung. Der VfR qualifizierte sich als einziges Team aus Rheinland-Pfalz und der vorherigen 2. Bundesliga Mitte für die neue Klasse direkt. Es war ein kleiner Trost nach der verpassten Teilnahme an der Relegation zur 1. Bundesliga.

Die vier angesetzten Rennen in Altenkunstadt, Darmstadt, München und Erbach sind durchweg Wettbewerbe mit Windschattenfreigabe, und hier müssen die Hunsrücker sehen, wie sie sich durchsetzen können. Durch den Weggang von Christoph Streiß nach Buschhütten fehlt ein schwimmstarker Athlet, der auf Grund seiner Stärke in der aufgewerteten ersten Disziplin selbst bei schlechtem Rennverlauf noch im Spitzenbereich ankommen kann. Leicht wird es der VfR also nicht haben, zumal die rad- und laufstarken Athleten bis auf Martin Wagner und Holger Wilhelm mit Nachteilen im Schwimmen zu kämpfen haben.

Das Auftaktrennen in Altenkunstadt in der Nähe von Bamberg wartet gleich mit einem Schwimmen im Main auf. Dort gilt es, sich gleich gut zu platzieren, um auf dem Rad und beim Laufen noch einmal Plätze aufholen zu können.

Martin Wagner, Christoph Steurenthaler, Holger Wilhelm, Mirco Reiz und Volker Boch werden in Altenkunstadt den VfR vertreten. Dabei werden sie es mit sehr ausgeglichenen und durchweg starken Triathlon-Teams als Gegner zu tun bekommen, denn die 2. Bundesliga Süd ist wesentlich stärker als die 2. Bundesliga Mitte 2005.

Gerade Martin Wagner hat zuletzt mit seinem Sieg beim Tauris-Triathlon in Mülheim-Kärlich über die Sprintdistanz (0,5/20/5 Kilometer) gute Form bewiesen. Christoph Steurenthaler und Holger Wilhelm haben mit Spitzenplatzierungen beim Triathlon in Buschhütten bereits einen guten Test über die Olympische Distanz abgeliefert, während Volker Boch und Mirco Reiz in Altenkunstadt ihr erstes Saisonrennen bestreiten.

Sascha Kauer ist nach einer Verletzung und berufsbedingt nur reduziertem Training in Altenkunstadt nicht am Start. "Wir werden es in dieser Saison nicht so leicht haben", ahnt Teamchef Johannes Klein.

Auf Grund einer schwierigen Liga-Planung und berufsbedingten Ausfällen wird der VfR Simmern bei jedem der vier Rennen etwas improvisieren müssen. "Jeder muss noch ein bisschen mehr geben", sagt Johannes Klein. Die fünf VfR-Starter werden sich wohl gleich zum Auftakt in Altenkunstadt an diese Maßgabe halten müssen.


Steurenthaler verstärkt den VfR

Triathlon: 27-Jähriger tritt für den Zweitligisten aus Simmern mit einem Zweitstartrecht an - 2002: Start für Nationalauswahl
Für die anstehende Saison in der 2. Triathlon-Bundesliga hat sich der VfR Simmern verstärkt: Christoph Steurenthaler gilt als starker Radfahrer.
SIMMERN. Christoph Steurenthaler ist keiner der typischen Triathleten. Oftmals kommen sie etwas lauter daher, die Vertreter dieser Sportart. Es sind oft Menschen, die als extrovertiert gelten. Auf den aus dem südbadischen Allmannsweiher stammenden Steurenthaler trifft dies nicht zu. Sein Fahrrad gehört im Radraum des Hotels, in dem die Simmerner Triathleten in Alcudia auf Mallorca zum Trainingslager untergekommen sind, zu den schwersten - und unter den teuren Boliden aus Carbon und Titan zu den unauffälligsten. "Ich bin ja nicht hier, um das Material vorzuführen, sondern zum Trainieren", sagt der 27-Jährige, der in drei Wochen auf gut 2 500 Rad-, rund 200 Lauf- und etwa 35 Schwimmkilometer kommt.

Der 27-Jährige ist in dieser Saison neu im Team des VfR Simmern. Der Student hat in Mainz gerade seine Diplomarbeit im Fach Sportwissenschaft eingereicht und peilt nun neben seinem Erststartrecht beim TCEC Mainz auch für die Simmerner sportliche Erfolge an. "Der Kontakt zum VfR besteht ja schon einige Jahre", erklärte der erfolgreiche Athlet, der in Rheinland-Pfalz schon lange zu den stärksten Triathleten gehört. Er hat vor einigen Jahren einen Ironman in 9:41 Stunden hinter sich gebracht und schlug im Mainzer Sprint-Triathlon 2004 unter anderem Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel. Für 2006 hat Steurenthaler ein festes Ziel: Roth. Am 2. Juli startet er dort gemeinsam mit den mallorquinischen Trainingspartnern Markus Fachbach, Christoph Streiß und Volker Boch bei der Quelle Challenge über die Ironman-Distanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Als Ziel hat sich Steurenthaler eine Zeit von 9 bis 9:15 Stunden gesetzt - eine Top-Platzierung wäre dann inklusive.

Im Vorfeld von Roth wird der Südbadener in der 2. Bundesliga aktiv. In den vergangenen Jahren startete er mit Mainz in derselben Liga wie die VfR-Akteure, der 2. Bundesliga Mitte. Die neue Struktur der zweithöchsten Liga hat nun ergeben, dass der TCEC in der Regionalliga antritt und die Hunsrücker eine Nummer höher in der neuen 2. Bundesliga. "Es ist für Roth nicht sehr günstig, wie die Rennen liegen", sagt Steurenthaler. Vier Rennen beinhaltet die 2. Bundesliga 2006: Zwischen dem 4. und dem 25. Juni sind vier Rennen an vier Wochenenden auf dem Plan, in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen.

Der Aufwand ist immens, und die Termine korrespondieren nicht gerade gut mit dem Langstreckentraining für Roth. "Dort aber will ich richtig Gas geben", versichert der starke Radfahrer, der von sich selbst sagt, dass er eine Schwimmschwäche hat. Immerhin startete er als Dritter der Deutschen Mitteldistanz-Meisterschaft der TM 20 (hinter dem aktuellen Hawaii-Sieger Faris Al-Sultan) im Jahr 2002 als Mitglied der Deutschen Nationalauswahl bei der Langdistanz-Weltmeisterschaft in Nizza. Steurenthaler liebt zwar nicht die Rennform mit Windschattenfreigabe, verstärken wird er den VfR Simmern aber auf jeden Fall.


Wilhelm überzeugt

Triathlon: 15. Platz beim Rennen in Buschhütten
BUSCHHÜTTEN. Mit weniger Athleten als erwartet war der VfR Simmern beim Saisonauftakt in Buschhütten am Start. Die Triathleten aus dem Hunsrück gingen statt mit sechs Akteuren bei dem Kurzdistanzrennen im Siegerland mit nur vier Sportlern an den Start. Vor allem Holger Wilhelm konnte nach dem Zieleinlauf zufrieden sein. Er erreichte den 15. Platz im international besetzten Elitefeld. "Es hat mich überrascht, so gut durchzukommen", erklärte der 32-Jährige.

Während Sascha Kauer nach einer Verletzung auf das Rennen verzichten musste und Volker Boch dienstlich verhindert war, zog Martin Wagner zum Auftakt des Elite-Triathlons seine Bahnen. Jedoch konzentrierte sich der junge VfR-Akteur nur auf diese eine Disziplin, da er für seinen Kollegen Christoph Steurenthaler das Tempo hochziehen wollte. "Es macht im Moment noch keinen Sinn, ein Rennen voll durchzuziehen", erklärte der 21-Jährige. Christoph Steurenthaler indes profitierte vom Schwimm-Niveau des Kameraden und kam nach 15:47 Minuten für 1000 Meter aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte der Mainzer dann seine Stärke auf dem 40 Kilometer-Kurs ausspielen und fuhr eine gute Zeit (1:03:17 Stunden). Der abschließende, wellige Lauf über zehn Kilometer gelang in 36:49 Minuten ebenso gut. Steurenthaler lief in 1:55:54 Stunden als 18. noch nahe an seinen Kollegen Holger Wilhelm heran. Wilhelm war mit 14:03 Minuten sehr gut geschwommen, hatte in 1:03:14 Stunden eine starke Radzeit nachgelegt und in 37:40 Minuten eine gute Laufzeit. In 1:54:57 Stunden war er keine zwei Minuten von der Top-10 entfernt.

Ebenfalls sehr stark schlug sich VfR-Teamchef Johannes Klein, der als 60. der Gesamtwertung in 2:06:29 Stunden (16:36, 1:07:12, 42:40) seine Altersklasse M 40 gewann. Der Routinier ist hinsichtlich des Ironman Germany am 23. Juli in Frankfurt gut in Form.

Ungefährdet war in Kaiserslautern der Gesamtsieg des VfR-Athleten Stephan Herzberg. Er gewann den dortigen Volkstriathlon (0,5/20/0,5) in 59:52 Minuten. Im parallel ausgetragenen Kurzdistanz-Rennen (1,5/37/10) belegten Hunsrücker Akteure vordere Ränge. Siebter wurde Janek Taplan (Cuisa), der 2:10:20 Stunden benötigte. Rang elf erreichte Stefan Richter (2:12:31), 19. wurde Jörg Pauli (2:15:52/ beide VfR). Quelle: RZ

Gesamtergebnisliste Buschhütten





Streiß auf Mallorca Zwölfter

Triathlon: VfR-Athlet hat mit widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen
ALCUDIA. Das Wetter zumindest hielt nicht, was das Reiseziel Mallorca versprochen hatte: Beim Balearman wurden die Simmerner Triathleten Christoph Streiß und Volker Boch mächtig von Wind und Dauerregen gebeutelt. Bei 35 Grad Außentemperatur einen Tag vor dem Wettkampf über 2,5 Kilometer Schwimmen, 81 Kilometer Radfahren und 22 Kilometer Laufen gelandet, schlug das Wetter am Abend vor dem Rennen um.Bereits vor dem Start standen die beiden Akteure im Dauerregen, und auf dem Rad erlebten sie die wohl schwersten Wettkampfbedingungen dieser Saison. Als Vierter hinter den beiden sehr schwimmstarken deutschen Bundesliga-Athleten Jan Raphael und René Göhler sowie dem Spanier Xavier Llobet aufs Rad gestiegen, erlebte Streiß zudem nach 25 Kilometern einen Plattfuß. "Ich muss in eine Tackernadel gefahren sein", erklärte Streiß, der auf einer völlig verregneten Straße Details auf dem Bodenbelag nicht zu erkennen vermochte.Nachdem er den Defekt repariert hatte, saß er wieder auf dem Velo - auf Position neun zurückgefallen. Volker Boch, der ordentlich geschwommen war (im Bereich um Platz 30), war da bereits ein gutes Stück vorgefahren, doch angesichts des langen Schwimmens noch immer einige Zeit hinter seinem Kollegen. "Ich hatte gehofft, wir kommen zusammen", sagte Streiß.Doch der 23-Jährige ging alleine auf den Laufkurs, auf Rang neun, Boch folgte als Sechzehnter. Vor allem Hagel und prasselnder Regen hatte den beiden auf der abschließenden von drei Radrunden zugesetzt, der heftige und drehende Wind ließ viele der gut 200 Starter nach dem Radfahren ganz aus dem Rennen gehen. "Die Bedingungen waren brutal", beschrieb Boch.Besonders beim Laufen machte sich die Trockenheit der vergangenen Wochen auf der Insel bemerkbar. Sofort bildeten sich beim starken Regen Pfützen, die den Großteil der Laufstrecke besiedelten und ein normales Laufen unmöglich machten. Zudem hatten die Organisatoren bei den Verpflegungsstellen zu wenig Vorsorge getroffen, um den harten äußeren Bedingungen Folge zu leisten. Hinter dem rasanten Läufer Göhler, der den Balearman in 4:05:20 Stunden klar gewann, kam Streiß am Ende als Zwölfter und Sieger der U23-Wertung ins Ziel. 4:28:41 Stunden zeigte die Uhr für ihn, Kollege Boch kam als Fünfzehnter in 4:36:01 Stunden an. "Angesichts der guten Besetzung des Rennens und der heftigen Bedingungen können wir zufrieden sein", erklärten Boch und Streiß. Sie hatten mit Hitze und harten Umständen gerechnet, aber mit unwetterartigen Regenfällen nicht.

Streiß holt Landestitel im Sprint

Triathlon: Athlet des VfR Simmern gewann nach 800 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen
Toller Wettkampf für die Athleten des VfR Simmern bei den Sprint-Landesmeisterschaften in Mainz: Christoph Streiß gewann vor Volker Boch.
MAINZ. So sollten für den VfR Simmern Landesmeisterschaften des Öfteren enden: Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Sprint-Triathlon in Mainz gewann Christoph Streiß vor Volker Boch, auf Position vier verpasste Holger Wilhelm nur knapp den Dreifach-Triumph. Martin Wagner komplettierte den Erfolg als Elfter.
"Ein super Rennen", kommentierte Christoph Streiß nach dem Zieleinlauf. Einerseits sprach der Gewinner des Mainzer City-Triathlons damit die äußeren Bedingungen an: tolles Wetter, perfekte Strecke, die vor allem durch einen brillant gesicherten und bestens geeigneten Stadtkurs bestach, und eine hervorragende Kulisse. Andererseits sprach Streiß seine Serie bei diesjährigen Landesentscheiden an. Im Juni hat er die Kurzdistanz-Meisterschaft in Mußbach gewonnen, danach Position zwei über die Mitteldistanz in Maxdorf erreicht und nun den erneuten Titel im Rennen über 800 Meter Schwimmen im Rhein, 21 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. "Mainz war optimal", sagte Streiß.Bereits beim Schwimmen hatte sich der Simmerner Top-Athlet an die Spitze des mit 880 Anmeldungen extrem umfangreichen, aber organisatorisch hervorragend auf zwölf zeitlich versetzte Startgruppen verteilten Starterfeldes gesetzt. Obwohl er seine Stärke in dieser ersten Disziplin angesichts der starken Strömung des Hochwasser führenden Flusses nicht vollends ausspielen konnte, lag Streiß nach 7:20 Minuten klar vorne. In 7:38 Minuten folgte VfR-Kollege Martin Wagner, danach blieb kein Athlet mehr unter der Acht-Minuten-Marke. "Ich habe dann, so schnell es irgendwie möglich war, gewechselt und bin voll losgefahren", erklärte Streiß. Während er aus der Wechselzone raste, kam nach 8:08 Minuten Schwimmen Mannschaftskamerad Holger Wilhelm zu seinem Rad. Nach 8:34 folgte mit Volker Boch der vierte Simmerner, der wegen der Strömung den eigentlich förderlichen Neopren-Anzug beim Schwimmen ausgelassen hatte. Sein taktisches Konzept ging insofern auf, als dass er im Wasser zwar einige zusätzliche Sekunden verlor, aber beim Wechsel Zeit sparte.An der Spitze des Feldes raste Streiß durch die Landeshauptstadt und legte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 42 km/h vor. Dahinter radelte ein VfR-Trio auf den Positionen zwei bis vier, denn durch den raschen Wechsel war Boch nach fünf Kilometern an Wilhelm und Wagner vorbei auf Position zwei gefahren. Kurz darauf wurden Wagner und Wilhelm allerdings von den Verfolgern erreicht, während Streiß und Boch jeweils im Alleingang in Front lagen.Mit einer Minute Vorsprung kam Christoph Streiß nach dem Radfahren zum letzten Wechsel und konnte sich schon recht sicher sein, als Sieger des Mainzer City-Triathlons in die Fußstapfen von Markus Forster zu treten, der im Vorjahr vor Markus Fachbach und Jürgen Zäck gewonnen hatte. "Ich bin voll gelaufen, weil ich wusste, dass Volker in der dritten Disziplin immer schnell ist", erklärte Streiß, "dadurch war es vom Startschuss an ein sehr schönes, aber auch sehr hartes Rennen." Streiß lief in 55:59 Minuten schließlich zum deutlichen Erfolg vor seinem Mannschaftskollegen, der aufholte, jedoch bei Hälfte der Laufstrecke sah, dass er noch zu viel Rückstand hatte. "Christoph Erster, ich auf Rang zwei, das ist ein herausragender Erfolg", erklärte der Zweite nach 56:42 Minuten im Ziel.Im Kampf um den dritten Podestplatz musste sich Holger Wilhelm schließlich geschlagen geben. "Ich habe alles versucht, aber es leider nicht geschafft", erklärte der 31-Jährige, dem der exzellent Rad fahrende Kaiserslauterner Johannes Scheubert in der zweiten Wechselzone 20 Sekunden voraus war. Wilhelm rannte in 16:30 eine hervorragende Zeit, kam in 57:21 aber nur noch auf zehn Sekunden auf den Pfälzer heran. In 59:39 büßte der junge Martin Wagner am Ende nach starkem Schwimmen noch einige Plätze ein. Als 18. der Gesamtwertung wurde er Elfter der Landesmeisterschaft und hinter Streiß Zweiter seiner Altersklasse TM20.

Christoph Streiß ist Vizemeister

Triathlon: Der 22-Jährige belegte in seiner Altersklasse bei den Deutschen Meisterschaften in Kulmbach den zweiten PlatzEin Platz unter den besten Zehn im Gesamtklassement und ein Vizemeistertitel in der Altersklasse TM 20 - so lautet die Erfolgsbilanz des Triathleten Christoph Streiß (VfR Simmern) bei den Deutschen Meisterschaften in Kulmbach.
KULMBACH. Angedacht war die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Triathleten als ein Saisonhöhepunkt für Christoph Streiß vom VfR Simmern. Und das Rennen über die Mitteldistanz brachte für den 22-Jährigen einen großen Erfolg: Als Siebter des international besetzten Gesamteinlaufs überzeugte Streiß in dem schweren Rennen über 2,2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. "Ich bin absolut zufrieden", erklärte Streiß. Im Feld großer Namen hatte sich der Student als Fünfter der DM-Wertung und Zweiter seiner Altersklasse TM 20 durchgesetzt.
"Angesichts der Starterliste im Top-Bereich hatte ich meine Planung für das Rennen schon etwas abgeändert", erklärte Streiß später. Im Vorfeld hatte er mit einer Platzierung unter den besten Zehn geliebäugelt. Als 19. aus dem enorm stark besetzten Vorjahres-Rennen revidierte er jedoch vor dem Start seine Ambitionen. "Ein Rang unter den besten 15 wäre schon in Ordnung gewesen", so Streiß.
Gewohnt stark war der 22-Jährige durch den Trebgaster Badesee gekrault und als Zweiter nach 28:09 Minuten vor allen Favoriten aus dem Wasser gekommen. Hinter Streiß folgten der Fünfte des Ironman Frankfurt, Frank Vytrisal (Darmstadt), der Roth-Elfte Michael Hofmann sowie Markus Forster (Burgoberbach) als Frankfurt-Dritter. "Auf dem Rad habe ich dann abgewartet, was passiert", sagte Streiß.
Es geschah Folgendes: Nach drei, vier Kilometern schossen der Kanadier Luke Dragsta und Hofmann an Streiß vorbei, in einem Tempo, das der Simmerner für recht übertrieben hielt. "Da habe ich nicht weiter drüber nachgedacht mitzufahren." Streiß traute den beiden wohl auch nicht zu, diese Geschwindigkeit über die Raddistanz zu bringen, geschweige denn den anschließenden, schwierigen Lauf zu überstehen. Streiß hielt sich da lieber an Vytrisal und den Ukrainer Viktor Zyemtsev, die ihn nach 20 Radkilometern erreichten. "Danach wurde es 70 Kilometer lang ein sehr hartes Rennen", beschrieb Streiß. Das Trio fuhr auf der Verfolgung des Spitzen-Duos Dragsta/Hofmann stets fair in der Konstellation Zyemtsev/Streiß/Vytrisal. "Am Ende des Kurses habe ich etwas rausgenommen, um fit fürs Laufen zu sein", sagte Streiß. Auf den abschließenden Radkilometern ließ er die beiden Favoriten etwas davonrollen und kam als Fünfter mit der sehr guten Radzeit von 2:28:02 Stunden in den zweiten Wechselbereich. Der Kanadier Dragsta war da bereits auf souveränem Weg zum Gesamtsieg in 4:11:38 Stunden.
Beim Laufen hielt sich Streiß wacker, gleichwohl dies die einzige Disziplin ist, in der er mit der nationalen Spitze noch nicht mithalten kann. "Beim ersten Wendepunkt der Laufstrecke habe ich gesehen, dass mir Michael Göhner und Forster dicht auf den Fersen waren", erläuterte Streiß.
Doch die beiden überliefen den 22-Jährigen wider Erwarten erst spät, nach 15 Kilometern. "Ich bin also auch ordentlich gelaufen", sagte Streiß, der schließlich nach 1:28:19 auf der Laufstrecke als Siebter ins Ziel kam.
4:24:30 Stunden benötigte er für die DM und lag damit auf Tuchfühlung mit einem gewichtigen Teil der nationalen Langstrecken-Elite, mit der sich der Simmerner im kommenden Jahr bei seiner Ironman-Premiere auseinandersetzen will. Der Sieg in seiner Altersklasse ging an den gleichzeitigen Deutschen Meister Hofmann, der als Gesamtdritter hinter Dragsta und Zyemtsev vor Forster die nationale Wertung gewann. Volker Boch


VfR-Triathleten in Waldeck ganz vorne

Triathlon: Drittes Rennen zur 2. Liga mit Topergebnissen für Simmerner
Erfolge sind besonders angenehm, wenn sie überraschend kommen: Mit deutlichem Vorsprung gewannen die Triathleten des VfR Simmern das Rennen der 2. Bundesliga im nordhessischen Waldeck.
WALDECK. Die Herren aus Darmstadt wollten ihrem ersten Gefühl nicht glauben. Der Blick auf die Ergebnisliste des dritten von vier Rennen der 2. Triathlon-Bundesliga verdeutlichte ihnen Unerwartetes, eine Niederlage. Ähnlich ging es den Männern des VfR Simmern, als sie die Liste am Waldecker Sportplatzes studierten. In der Addition zeigte der VfR das beste Ergebnis des Tages und gewann die Mannschaftswertung.

Bereits vor dem Start war diese Spitzenposition dem DSW Darmstadt zugeschrieben worden. Zwei Neuseeländer, darunter Simmern-Sieger Liam Scopes, in die Mannschaft integriert, dazu den starken Athleten und exzellenten Schwimmer Jörg Pospischil, Spitzen-Duathlet Claudius Pyrlik sowie den ausgeglichenen Markus Fischer, da gab es keine andere Schlussfolgerung.

Frühzeitig war Simmerns Spitzenschwimmer Christoph Streiß damit klar, dass er auf dem etwas mehr als 1500 Meter langen Weg durch den Edersee nicht alleine sein würde. Als Erster stieg er zwar nach knapp 19:30 Minuten aus dem Wasser, doch hatte er gleich eine ganze Reihe Topleute im Schlepptau. Pospischil begleitete ihn anschließend über die gesamte Radstrecke. "Es wäre mir wesentlich lieber gewesen, etwas Luft zu haben und dann auf dem Rad so loszufahren, dass eine Lücke entsteht", erklärte Streiß hinterher seine geplante Taktik. Als Erster stieg der 22-Jährige zwar auch vom Rad (1:17:11 Stunden für windige und anspruchsvolle 45 Kilometer), doch der Läufertyp Pospischil übernahm frühzeitig im Laufen die Kontrolle. Der Darmstädter gewann am Ende in 2:12.11. Streiß behielt den zweiten Rang im Griff, lief die zehn Kilometer in 36:35 und war nach 2:13:22 im Ziel.
Etwas frustriert folgte als Fünfter Sascha Kauer in 2:15:09 Stunden. Bereits beim Schwimmen hatte der Kirchberger Probleme, ein hohes Tempo zu gehen und erreichte erst nach 22:09 die erste Wechselzone. Dort indes stellte sich eine entscheidende Frage: Wo ist die Tüte für den Neopren-Anzug? Der Veranstalter hatte alle Starter im Vorfeld dringend gebeten, die Schwimmanzüge nach dem Ende der ersten Disziplin in einen dafür vorgesehenen Beutel zu stecken, damit dieser in den entfernt liegenden Zielbereich transportiert werden könnte. Doch als die Athleten zu ihren Rädern kamen, fehlten viele Beutel. Während Streiß wie andere Topakteure ihre Anzüge einfach hoffnungsvoll am Radplatz ablegten, gingen Kauer und Volker Boch erst einmal auf die Suche nach ihrem Beutel. "Das hat bestimmt eine Minute gekostet", so Kauer.
"Die ersten 20 Kilometer habe ich auf dem Rad nur aus Frust Gas gegeben", erklärte der Kirchberger. Doch der VfR-Starter fuhr in sehr guten 1:16:56 auf den dritten Rang vor. "Und dann war es wieder wie in Simmern", erklärte Kauer verärgert, dass er gegen Christoph Heubel (Oberursel) und Claudius Pyrlik (Darmstadt) im Laufen nicht mehr gegenhalten konnte.
Eine ganz erhebliche Verbesserung dokumentierte die Ergebnisliste für Holger Wilhelm. In Simmern hatte er das Rennen noch wegen eines Defekts aufgeben müssen, diesmal glänzte er als Sechster der Liga-Wertung. "Vielleicht hat das neue Rad den Auftrieb gegeben", sagte Wilhelm, der nach gutem Schwimmen (22:49) mit seinem neuen Velo dank einer 1:18:22 in den Spitzenbereich vorfuhr und im Laufen (36:18) Rang sechs (2:17:30) sicherte.
VfR-Akteur Nummer vier, Volker Boch, erging es ähnlich. Im Pulk musste er auf den ersten Metern des Schwimmens Keile einstecken, verschluckte sich mehrfach und bekam Panik. "Wenn es kein Rennen für die Mannschaft gewesen wäre, hätte ich schon überlegt, es einfach bleiben zu lassen", erklärte er. Da aber alle vier Starter ins Ziel kommen mussten, um in der Liga gewertet zu werden, zwang er sich, durchzukraulen (24:28). "Auf dem Rad habe ich mir dann auch wesentlich mehr erwartet", sagte Boch, der zwar in 1:19:00 viele Konkurrenten überholte, aber nur im Bereich der ersten 25 in die zweite Wechselzone kam. Im Laufen sammelte er mit einer guten 35:20 noch einmal einige Athleten ein und wurde 14. in 2:18:48.
Die hervorragenden Einzelergebnisse des VfR genügten schließlich zum lockeren Tagessieg. "Damit liegen wir jetzt ganz souverän auf dem zweiten Rang", erklärte Streiß zufrieden.

VfR nur zu viert nach Waldeck

Triathlon: Simmerner Zweitligist darf sich beim Rennen in Hessen keinen Ausfall erlauben - Martin Wagner fehlt berufsbedingt

Nach dem starken Rennen in Simmern will der Triathlon-Zweitligist VfR Simmern nun auch beim Rennen in Waldeck überzeugen.

SIMMERN. Es wird ein hartes Stück Arbeit für das Triathlon-Quartett des VfR Simmern. Bedingt durch berufliche, private und anderweitige sportliche Verpflichtungen treten beim dritten Rennen der 2. Bundesliga Mitte am heutigen Samstag im hessischen Waldeck nur Christoph Streiß, Sascha Kauer, Volker Boch und Holger Wilhelm an.

Zwar ist das Team damit vielleicht optimal für dieses schwierige Rennen bestückt, doch vier Athleten müssen stets das Ziel erreichen, will eine Mannschaft Ligapunkte sammeln - die VfR-Starter dürfen sich bei dem Kurzdistanz-Wettbewerb über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen also keinen Ausfall erlauben.

Als Zweiter der 2. Bundesliga treten die Hunsrücker den weiten Weg ins nordhessische Waldeck an, nachdem sie beim Heimrennen in Simmern zuletzt als Zweiter hinter dem überlegenen Startnet Team Darmstadt glänzen konnten. Diese Position möchte der VfR diesmal möglichst festigen. Gerade Christoph Streiß will die Spitzenposition, die er beim Schwimmen im Edersee einnehmen dürfte, am besten bis zum Schluss beibehalten.

Auf dem Rad hat Streiß am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Teamkollege Martin Wagner, der berufsbedingt fehlt, und dem Waldeck-Sieger von 2003, Markus Fachbach, hart trainiert und hofft dies auch im Wettkampf umsetzen zu können. Seit dem Rennen in Simmern hat Sascha Kauer etwas an seiner läuferischen Qualität gearbeitet, um möglichst auch in der letzten Disziplin gegen die starke Darmstädter Konkurrenz gegenhalten zu können. Nach einem anspruchsvollen Mehrtages-Radrennen bemüht sich Volker Boch, die dort gesammelten Fähigkeiten in Waldeck in einen noch stärkeren Antritt umzuwandeln.

Mit kleineren Sorgen startet indes Neuzugang Holger Wilhelm ins Rennen. Nachdem der VfR-Athlet vor dem Heimwettkampf eine starke Rippenprellung erlitt, musste er das Training zuletzt enorm reduzieren. "Ich hoffe, dass sich der Rückstand nicht allzu sehr bemerkbar macht", sagt Wilhelm, der inzwischen relativ schmerzfrei ist.

Angreifen wollen in Waldeck alle VfR-Akteure, schließlich ist die Situation in der Liga sehr eng, die Leistungsdichte enorm. "Wir wollen möglichst unser Niveau halten", sagt Teamchef Johannes Klein, der der Mannschaft als Betreuer fehlen wird, da er mit einer Radgruppe des VfR zeitgleich zu einer mehrtägigen Ausfahrt aufbricht. "Aber ich denke, dass sich die Jungs auch ohne mich in Waldeck bewähren werden", sagt Klein. Mehr noch, alle Starter brennen darauf, in Waldeck ein weiteres Spitzenresultat zu erreichen.

VfR-Athletin wurde Elfte beim Ironman

Nicole Hirschauer, Johannes Klein und Peter Becker in Frankfurt im Ziel

Drei Athleten des VfR Simmern starteten am Sonntag beim Ironman Germany in Frankfurt. Vor allem für Nicole Hirschauer wurde dieser Langstrecken-Triathlon zu einem Erfolg.

FRANKFURT. Es war ein harter Gang für Nicole Hirschauer, Johannes Klein und Peter Becker, bei diesem Langstrecken-Triathlon ins Ziel zu kommen. So schön die Sonne am frühen Morgen über dem Langener Waldsee strahlte und auf einen angenehmen Tag schließen ließ - so heftig wurde der Ironman Germany am Sonntag für die mehr als 2000 Starter in Frankfurt. Während noch am Morgen beim 3,8 Kilometer langen Schwimmen kühle Temperaturen herrschten, wurde es rund um Frankfurt rasch warm und schließlich richtig heiß. "Es war ein harter Tag", resümierte nicht nur der Koblenzer Altmeister Jürgen Zäck. Auch Klein, Hirschauer und Becker sahen im Ziel geschafft aus.

Als Erster aus diesem Trio erreichte Johannes Klein das Ziel am Frankfurter Römer. 10:03:03 Stunden benötigte der Keidelheimer für die Mammutdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Klein war glücklich, den Tag gut hinter sich gebracht zu haben, zugleich war er aber auch enttäuscht darüber, seine persönliche Bestzeit nicht noch unter die Zehn-Stunden-Marke gedrückt zu haben. "Es ist schon ärgerlich, dass es so knapp nicht geklappt hat", erklärte der Teamchef der Triathleten aus der 2. Bundesliga. Dennoch strahlte er.

Das Schwimmen war mit 1:02:12 Stunden in dem Rahmen verlaufen, den sich Klein selbst gesteckt hatte. Auf dem Rad mühte sich der M40-Athlet dann fünf Stunden lang gegen den Wind und darum, eventuell mit einer guten Radleistung das Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii zu lösen. "Teilweise wurde sehr in Gruppen gefahren", erkannte der VfR-Starter unterwegs regelwidriges Verhalten, dem er sich dadurch widersetzte, dass er seine eigene Fahrweise nicht der vieler anderer Fahrer anpasste. "Ich bin fair gefahren", sagte Klein. Mit der guten Radzeit von 5:08:51 Stunden konnte er angesichts des heftigen Windes und der welligen Profilierung des Kurses zufrieden sein. Ausgeglichen gestaltete Klein anschließend den Marathonlauf entlang des Mainufers - in guten 3:46:51 Stunden. "Es hat alles gut funktioniert", erklärte Klein, lächelte, ließ aber gleich erkennen, dass ihm das Lächeln mitunter abhanden gekommen war. "Ich habe noch nie so geknautscht wie heute", sagte er - um noch die Mauer von zehn Stunden zu brechen. Als 202. der Gesamtwertung gelang es Johannes Klein schließlich nicht ganz.

Ihren eigenen Hausrekord meisterte Kleins Vereinskollegin Nicole Hirschauer, als sie eine knappe halbe Stunde nach ihrem Mannschaftskollegen in den Zielkanal einlief und von tausenden Zuschauern begeistert empfangen wurde. Im Vorjahr Neunte, belegte die Polizistin im dicht besetzten Frauenfeld diesmal den elften Rang. 10:30:20 Stunden benötigte Hirschauer für den Ironman, zwei Minuten weniger als im Vorjahr. Überzeugend, wie gleichmäßig die Triathletin ihr Rennen gestaltete: 57:34 Minuten brauchte Hirschauer für das Schwimmen über zwei Seerunden, anschließend fuhr sie in guten 5:34:11 über den Radkurs und lief den Marathon in 3:54:20 Stunden. Für Hirschauer bedeuteten diese Zeiten den dritten Rang ihrer Altersklasse W25 und damit auch das Ticket für die Ironman-WM auf Hawaii.

Weniger zufrieden mit dem Frankfurter Wettbewerb war der Altweidelbacher Peter Becker. Nach glänzendem Schwimmen (1:00:58) und einer guten Leistung auf dem Velo (5:29:18) bekam der VfR-Starter beim Laufen zunehmend Probleme. In der Hitze auf dem Wendepunkt-Rundkurs am Frankfurter Mainufer bekam Becker kaum mehr Luft und immer größere Schwierigkeiten, je länger das Rennen andauerte. 5:03:09 Stunden benötigte Becker schließlich für den quälend langen Marathonlauf, der ihm vor allem psychisch alles abverlangte. Beim Laufen weit unter Wert geschlagen, erreichte Becker nach 11:39:58 als 814. der Gesamtwertung das Ziel. Bei einem problemloseren Lauf hätte der Altweidelbacher wesentlich weiter vorne landen können. Volker Boch

Bärenstarke Radzeit reichte Kauer nicht !!!

15. Triathlon der Stadt Simmern: VfR-Athlet übernahm nach dem zweiten Teilabschnitt die Führung, wurde aber noch von drei Darmstädtern überlaufen

Einen totalen Erfolg konnte das Team von StartNet Darmstadt beim 15. Triathlon der Stadt Simmern, an dem rund 400 Sportler teilnahmen, feiern. Die Hessen sicherten sich nicht nur den Sieg im zweiten Rennen zur 2. Bundesliga, sondern stellten mit Liam Scopes auch den Einzelsieger auf der Kurzdistanz. Sascha Kauer vom gastgebenden VfR Simmern wurde Vierter, seine Mannschaft kam auf Rang zwei. Bei den Frauen gewann Irina Abysova (TuS Griesheim).

SIMMERN. Mit zwei Drittel seines Wettkampf war Sascha Kauer zufrieden - sehr zufrieden. Als Achter aus dem Wasser gestiegen, als Erster das Rad abgestellt, nur in den Laufschuhen fühlte sich der 31-Jährige nicht ganz so wohl. Die Folge: Der Triathlet des VfR Simmern büßte bei seinem Heimrennen die Führung ein, wurde von drei Athleten von StartNet Darmstadt auf dem letzten Kilometer überholt und landete mit der 29-besten Laufzeit (37:44 Minuten) auf Rang vier. Besser erging es dem Australier Liam Scopes, der nach 1500 Meter Schwimmen und 40 Kilometern Radfahren noch im Stande war, die letzten zehn Kilometer zu Fuß in 33:03 Minuten zu absolvieren und sich in 2:01:22 Stunden den Sieg zu sichern.

Für Kauer (Endzeit: 2:02:42 Stunden) allerdings kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Erstens hatte er in 59:37 Minuten einen persönlichen Rekord auf der Radstrecke aufgestellt, und zweitens hatte sein VfR ein sehr gutes Mannschaftsergebnis hingelegt. Platz zwei belegten die Hunsrücker beim zweiten Rennen zur 2. Bundesliga Mitte und schoben sich in der Tabelle ebenfalls auf diesen Rang vor.

Verantwortlich für den Erfolg war nicht nur der starke Auftritt Kauers, sondern auch der seiner Mitstreiter. Besonders Volker Boch hatte gute Beine erwischt. Mit fast schon gewohnt schlechter Schwimmzeit (24:26 Minuten) ins Rennen gestartet, wechselte er als 43. aufs Rad und rollte von da an das Feld von hinten auf. Die drittbeste Radzeit (1:03:59, inklusive Wechsel) beförderte ihn unter die ersten Zehn. Eine Laufzeit von 36:21 Minuten reichte ihm letztlich zu Rang acht.

Drei Plätze hinter ihm kam Teamkollege Christoph Streiß ins Ziel. Der VfR-Athlet hatte in 19:46 Minuten - wie zu erwarten - die zweitbeste Schwimmzeit hingelegt, hatte aber auf der Radstrecke genügend Grund sich zu ärgern. Weniger wird ihn wohl gestört haben, dass Sascha Kauer an ihm vorbeiflog. Viel mehr Frust entwickelte er, weil er kurz danach eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Streiß soll den Windschatten Kauers genutzt haben. Eine Bestrafung, für die der Simmerner kein Verständnis zeigte: "Wir hatten acht bis zehn Meter Abstand - und das für weniger als eine Minute", so Streiß. VfR-Teamchef Johannes Klein konnte den Unmut seines Schützlings nicht ganz nachvollziehen: "Wir wollten die Regel so haben und so ist es nun mal." Für Streiß natürlich trotzdem ärgerlich, denn ohne diese Strafe hätte es wohl zu Rang sieben gereicht.

Abgerundet wurde das gute Ergebnis der Simmerner durch den 20. Platz von Martin Wagner. Holger Wilhelm stieg vorzeitig aus.

Auch bei den Frauen gab es einen Dreifachsieg: Irina Abysova, Alexandra Veit und Lisa Müller-Ott vom TuS Griesheim belegten die Plätze eins, zwei und drei.

VfR-Team will zu Hause glänzen

15. Triathlon der Stadt Simmern: Zweiter Wettkampf zur 2. Bundesliga Mitte - Streiß und Kauer mit guten Chancen auf den Titel

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Zum 15. Mal wird der Triathlon der Stadt Simmern gestartet. Einmal mehr auch ein Wettkampf zur 2. Bundesliga Mitte.

SIMMERN. Heimspielen wohnt immer ein besonderer Geist inne, vor allem dann, wenn es um etwas geht. Für die Triathleten des VfR Simmern geht es um etwas, wenn am Sonntag der 15. Triathlon der Stadt Simmern gestartet wird.

"Eigentlich ist dieses Rennen unser Rennen", sagt Johannes Klein. Klein, neben Werner Vollrath seit Jahren Hauptleiter des Triathlons, spricht damit vor allem über die Ambitionen des Zweit-Bundesliga-Teams. Nach Rang vier beim Saisonauftakt in Darmstadt will der VfR zu Hause wieder richtig glänzen.

In Darmstadt hat sich vor allem Sascha Kauer in bester Verfassung gezeigt. Schwimmerisch noch etwas in Rücklage, ist der Kirchberger beim dortigen Teamsprint aber besonders auf dem Rad und im Laufen in Vorleistung getreten. Auf dem Rad hatten die Teamkameraden einige Mühe, Kauers Antritten zu folgen, und im Laufen war er ohnehin in jener Form, die man lange von ihm gewohnt war. Nach dem eher schwächeren Jahr 2004 könnte der Kirchberger am Sonntag auf dem Simmerner Kurs richtig zuschlagen, zumal ihm die schwere Rad- und Laufstrecke entgegen kommt. "Eigentlich ist es Saschas Kurs", sagt Teamchef Klein.

Denn während die Flachkurse liebende Konkurrenz aus Darmstadt, Griesheim oder auch Bad Endbach den Spruch zu fürchten scheint, dass beim Simmerner Triathlon nur die Schwimmstrecke flach ist, freuen sich die VfR-Starter genau auf diesen Umstand. "Es wird knallhart, aber es wird gut", sagt Christoph Streiß vor dem Rennen. Zwar steckt ihm sein Mitteldistanz-Rennen von Maxdorf noch in den Beinen, doch seine Form war nie so gut wie heute. Streiß dürfte als Erster aus dem kalten Simmerner Becken kommen und dank seiner Radstärke zumindest sehr lange das Rennen anführen. Kauer, Volker Boch und Holger Wilhelm dürften Streiß als gute Radfahrer zumindest etwas näher auf den Rennanzug rücken. Insgesamt müssen die Athleten 1500 Meter Schwimmen, schwere 40 Kilometer Radfahren und bergige 10 Kilometer Laufen.

Gerade das Laufen sollte im Wettbewerb der 2. Bundesliga der Knackpunkt werden. Vom Freibad aus führt der Kurs ähnlich einer Achterbahn hinauf nach Holzbach, wieder hinunter nach Simmern und noch einmal hinauf und hinunter. "Das Laufen ist eine schwere Probe", sagt Klein. Streiß, Kauer, Boch, Wilhelm und Wagner freuen sich darauf, sie auf sich zu nehmen.

"Bei diesem Rennen haben wir eine richtig gute Chance, uns in Szene zu setzen", erläutert Boch, der selbstbewusst auf alle fünf VfR-Athleten im Bereich der besten 25 Ligastarter tippt. Streiß und Kauer könnten dabei gar um die Vergabe des Simmerner Triathlon-Titels mitsprechen.

Streiß musste Stadler ziehen lassen

Triathlon: VfR-Athlet ließ den Hawaii-Sieger beim Rennen in Maxdorf auf der Radstrecke passieren - Klein schon in guter Form

Der Simmerner Triathlet Christoph Streiß belegte in Maxdorf Platz sechs und wurde so Zweiter der Landesmeisterschaften.

MAXDORF. Kein Sportler erreicht das Ziel gerne mit 20 Minuten Rückstand, auch der Triathlet Christoph Streiß vom VfR Simmern nicht. Aber es gibt Umstände, die lassen in dieser Hinsicht mehr Toleranz zu. Zum Beispiel, wenn es der aktuelle Hawaii-Sieger Normann Stadler ist, der den Mitteldistanz-Triathlon in Maxdorf gewinnt und dabei die Konkurrenz zerlegt. "Das war absoluter Wahnsinn", erklärte Christoph Streiß später.

Der 22-Jährige beschrieb den simplen Umstand eines Überholvorganges. Nach dem Schwimmen lag der Simmerner nach sehr guten 24:55 Minuten für zwei Kilometer im freien Seegewässer vorne, und nach zwölf von 82 Kilometern Radfahren kam Stadler vorbei - und wie. Streiß dachte nicht daran, die Verfolgung aufzunehmen und notierte die starke Radzeit Stadlers von 2:04:21 Stunden auf der schweren Strecke hinterher mit Bewunderung. Die nächstbeste Radzeit, erzielt von einem früheren Straßenrennfahrer, lag bei 2:13 Stunden.

Streiß benötigte für den Kurs 2:16:38 Stunden und erreichte die zweite Wechselzone nach einem Sturz in einem Kreisverkehr als Dritter hinter Stadler und dem Reutlinger Michael Göhner. Während Hawaii-Sieger Stadler die abschließenden 20 Laufkilometer in souveränen 1:09:43 Stunden abspulte und in 3:40:50 Stunden einen unglaublichen Streckenrekord erreichte, büßte Streiß bis ins Ziel noch drei Plätze ein.

Im sehr gut besetzten Spitzenbereich des Rennens lief zunächst der Kuseler André Bour an dem Simmerner vorbei. Bour wurde im ersten Rennen nach dem Ende seiner Dopingsperre Dritter in 4:00:26 Stunden, dahinter folgte mit Matthias Klumpp (Reutlingen) in 4:01:04 Stunden ein weiterer Spitzen-Langstreckler.

Als Letzter der durchweg starken Läufer überholte auch der Uerdinger Paul Kemper Streiß noch auf den letzten Metern und kam in 4:01:46 Stunden knapp vor dem Studenten ins Ziel. Streiß wurde in 4:03:12 Stunden Sechster und damit Zweiter der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft hinter Bour, gewann seine Altersklasse jedoch deutlich.

"Ich bin vollauf zufrieden", erklärte der Simmerner dennoch, "die anderen können einfach noch ein gutes Stück schneller laufen." Daran will Streiß weiter arbeiten. Eine nächste Probe seines Könnens erfolgt in zwei Wochen beim Heimrennen in Simmern.

Dort wird Johannes Klein als einer der Hauptverantwortlichen in der Organisation dann das Rennen von außen begutachten. In Maxdorf indes funktionierte es im entscheidenden Testwettkampf für den Ironman in Frankfurt am 10. Juli bestens. 4:23:28 Stunden benötigte der Keidelheimer für die Mitteldistanz. "Es hat alles gut geklappt", erklärte Klein, der als 36. der Gesamtwertung eine durchweg ausgeglichene Leistung zeigte, in 31:03 Minuten gut schwamm, zudem mit 2:26:26 eine solide Radzeit brachte und vor allem in 1:26:18 Stunden seine gute Laufform unterstrich. "Frankfurt kann langsam kommen." Ebenfalls in guter Verfassung präsentierte sich der neue VfR-Starter Stefan Richter, der als 114. nach 4:45:06 Stunden das Ziel erreichte. (vb)

Streiß siegte mit drei Minuten Vorsprung

VfR-Athlet bei Landesmeisterschaften souverän

MUßBACH. Während die Zweite Triathlon-Bundesliga in Darmstadt um Punkte kämpfte, trug der rheinland- pfälzische Landesverband zeitgleich seine Meisterschaft über die Kurzdistanz im pfälzischen Mußbach aus. Dies sorgte unter anderem dafür, dass der Zweitligist Kaiserslautern für Darmstadt absagte - und viele andere gute Einzelstarter ihren Teams für das Hessen-Rennen ebenfalls einen Laufpass gaben. Christoph Streiß hatte seinen Kollegen vom VfR Simmern lange angekündigt, dass er in Mußbach starten wollte.

In Mußbach überflügelte der 22-Jährige die Konkurrenz. Mit einer Schwimmzeit von 18:52 Minuten nahm er dem zweiten Schwimmer bereits mehr als eine Minute auf den 1,5 Kilometern ab. Anschließend fegte der Dickesbacher in 57:50 Minuten über den 40-Kilometer-Radkurs. "Beim Laufen konnte ich etwas rausnehmen", so Streiß. Trotzdem: Da konnte sich der frühere Spitzenläufer Thomas Greger (Maxdorf) noch so mühen und eine Zeit von 32:28 Minuten hinlegen, Streiß spulte die zehn Kilometer in 35:58 herunter und gewann mit mehr als drei Minuten Vorsprung in 1:52:40 Stunden.

"Es läuft einfach hervorragend im Moment", kommentierte der Student. Am 26. Juni wird der neue Rheinland- Pfalz-Meister in Simmern wieder im Zweitliga-Team sein, aber kommendes Wochenende peilt er auch auf der Mitteldistanz (2/80/20) in Maxdorf den Landestitel an.

In Mußbach war VfR-Routinier Peter Becker ebenfalls gut unterwegs: In 2:09:37 Stunden (25:28/1:04:37/39:32) wurde er 54. der Gesamtwertung und Zweiter der Altersklasse TM 45. Den sechsten Rang im Darmstädter Sprint-Triathlon belegte Stephan Herzberg. Für die 500 Meter Schwimmen (7:04), 20 Kilometer Radfahren (32:01) und 5,4 Kilometer Laufen (18:48) benötigte er 57:54 Minuten. (vb)

VfR verpasste Bronze knapp

Simmerner Triathleten fehlten wenige Sekunden - Streiß Landesmeister

DARMSTADT. Die telefonische Nachricht aus dem pfälzischen Mußbach nahm die sportliche Arbeit nicht ab, aber sie gab den Triathleten des VfR Simmern vielleicht Auftrieb. Während Mannschaftskollege Christoph Streiß dort gerade die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft über die Kurzdistanz gewonnen hatte, warteten die übrigen Simmerner noch auf ihr Teamrennen, den Auftakt zur 2. Deutschen Triathlon-Liga.

Am Morgen hatten sich die VfR-Athleten in der Besetzung Martin Wagner, Volker Boch, Holger Wilhelm und Sascha Kauer ordentlich geschlagen. Nach der Addition von jeweils 300 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und 2,4 Kilometer Laufen lagen die Hunsrücker auf dem dritten Rang. Nur die mit Erstliga-Assen gespickten Mannschaften aus Darmstadt und Bad Endbach lagen vor dem VfR, der den ebenso erstligareifen TuS Griesheim knapp auf Distanz hielt.

"Weil Christoph in Mußbach startete, haben wir etwas umgestellt, was zu Lasten unserer Schwimmstärke ging", erläuterte Teamchef Johannes Klein den Rückstand von 1:40 Minuten auf Darmstadt und 1:09 Minuten auf Bad Endbach. "Aber es war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung."

Harmonisch arbeitete der VfR auch am Nachmittag beim Hauptrennen, einem Mannschafts-Sprint über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5,4 Kilometer Laufen zusammen. Hinter den mit starken Schwimmern versehenen Teams aus Darmstadt, Griesheim und Bad Endbach kam der VfR als Vierter aus dem Wasser mit einer guten Minute Rückstand auf Platz drei. Mit einem Husarenritt durch die Wechselzone animierte Sascha Kauer die Kollegen, auf dem Rad das Loch zum vorplatzierten TuS Griesheim zu verkleinern. Doch bei hartem Wind und einer flachen Strecke konnte Simmern nur 13 Sekunden gutmachen.

Beim Laufen drückten Kauer, Boch, Wagner, Wilhelm und der für den Team- Sprint ins Aufgebot gekommene Markus Schmelzeisen aufs Tempo und bemühten sich, den Rückstand wettzumachen. "Es hätte fast geklappt", resümierte Kauer, "das ist etwas ärgerlich." Mit vollem Einsatz bemühte sich der VfR um den dritten Rang, doch hätte die Strecke einen Kilometer länger sein müssen. Der VfR war auf der Zielgerade nahe an Griesheim dran, doch fehlten zu Bronze einige Sekunden. (vb)



Simmerner Mannschaft geht neu formiert in das Auftaktrennen der zweiten Liga - Vorjahressieg soll verteidigt werden
Am Sonntag beginnt für die Triathleten des VfR Simmern die Saison der zweiten Deutschen Triathlon-Liga. Im Vorjahr gewann der VfR den Auftakt, wird in diesem Jahr jedoch neu aufgestellt in den Teamsprint und die gesamte Saison gehen.

SIMMERN. Die Weichen sind gestellt für die neue Saison: Die Triathleten des VfR Simmern scheinen vor dem Auftaktrennen der zweiten Deutschen Triathlon-Liga in guter Form zu sein - wie auch erste Ergebnisse deutlich belegen. Die Bedenken ob der eigenen Leistungsstärke nach dem Weggang von Markus Fachbach (zum EJOT Team Buschhütten) sind mittlerweile zumindest geringer geworden. Zum ersten Rennen, dem traditionellen Teamsprint am Sonntag in Darmstadt, sind die VfR-Triathleten gut gerüstet.

Saisonauftakt am Sonntag

"Ein bisschen Unsicherheit ist natürlich immer dabei", sagt Teamchef Johannes Klein. Doch noch zum Ende der vergangenen Saison, als im letzten Ligarennen vieles daneben geriet, war die Skepsis deutlich lauter herauszuhören. Sascha Kauer sitzt wieder verstärkt auf dem Rad und bewegt seine Laufschuhe in einer Weise, die an alte Stärke erinnert. Gute Leistungen bei den Läufen in Mörsdorf, Laubach und Boppard zeigten Kauers Fähigkeiten auf, er dürfte für den Triathlonsommer wieder ein Garant für hochklassige Ergebnisse werden. Damit ist schon einmal ein Teil des Verlustes wettgemacht, der durch Fachbachs Abschied hervorgerufen wurde. "Sascha ist für uns nach wie vor ein ganz wichtiger Mann, außerdem macht Christoph Streiß wohl einen gewaltigen Sprung", sagt Klein.

Fürwahr, mit Rang sieben beim Top-Rennen in Buschhütten überzeugte der 22-Jährige zu Saisonbeginn in einem Feld von internationaler Klasse. Zwei Wochen darauf gewann der Dickesbacher auch den Sprint in Mülheim-Kärlich mit drei Minuten Vorsprung bei nicht mal einer Stunde Renndauer. "Es läuft im Moment optimal", sagt Streiß, der im Trainingslager auf Mallorca bereits eine Steigerung seiner Möglichkeiten erfahren hatte. Er wird am Darmstadt- Rennen jedoch nicht teilnehmen, weil er nach Jahren permanenten Mannschaftseinsatzes endlich einmal das - aufgrund einer äußerst merkwürdigen Terminplanung des Verbandes - stets parallel stattfindende Kurzdistanz- Rennen in Mussbach absolvieren möchte. Der herausragende Schwimmer dürfte dort sicherer Favorit auf die Landesmeisterschaft sein.

Für Streiß wird in Darmstadt Holger Wilhelm agieren. Der sympathische Zugang vom LC 80 Bad Kreuznach war vor Saisonbeginn unsicher, was seine eigene Stärke anbelangt. Doch der Hawaii-Starter von 2004 legte mit einer 1:15:45 Stunden im Mainzer Gutenberg-Halbmarathon eine erste Marke vor, was möglich sein kann. Im Mülheim-Kärlicher Sprint wurde er beim Radfahren fehlgeleitet und so nur Vierter, weil er eine gute Minute und damit den sicheren zweiten Rang hinter Streiß verlor. Wilhelm bringt als ehemaliger Ruderer aber eine ausgezeichnete Fähigkeit für den Triathlon-Leistungssport mit: Er kann sich gut quälen.

Zeitgleich zum Sprint in Mülheim-Kärlich testete sich Martin Wagner bei einem Sprintrennen in seiner Heimat Brandenburg für Darmstadt. Der 19-Jährige bewies zuletzt mit einem guten Bopparder Mailauf aufsteigende Form und überstand zudem ein knackiges Trainingslager mit Fachbach und Streiß souverän. Wagner sollte vor allem bei den Rennen, die im Schwimmen vorentschieden werden, ein wichtiger Faktor für den Teamerfolg werden.

Team soll variiert werden

Hier gilt auch der 2004 nach Simmern gekommene Andreas Würtz als starker Athlet, der jedoch aufgrund beruflicher Verpflichtungen auf dem Rad und im Laufen im Winter etwas reduzierte. "Wir müssen jeweils schauen, wie wir am besten aufstellen", sagt Johannes Klein: Auf den rad- und laufbetonten Strecken wie am 26. Juni in Simmern und am 23. Juli in Waldeck dürfte auch Volker Boch gefragt sein. Als Vierter des Gutenberg-Halbmarathons (1:15:07 Stunden) sowie einer Zeit von 1:14:05 Stunden als Trainingslauf im März auf Mallorca sind die läuferischen Fähigkeiten belegt. Zudem stimmt die Radform - Boch wurde als schwacher Schwimmer zwei Wochen vor Darmstadt ohne punktgenaue Vorbereitung Vierter des Kaiserslauterner Stadttriathlons (1,5/44/10).

Dort gewann Stephan Herz berg den parallelen Sprint- Wettbewerb klar, doch hat sich der Mainzer vor der Saison nicht genau festgelegt, ob er in dieser Saison ins VfR-Liga-Trikot schlüpft. Herzberg, den zuletzt Fußprobleme beim Laufen behinderten, wird wohl als Stand-by-Athlet zur Verfügung stehen. Einsatzbereit sind wie in den vergangenen Jahren auch Markus Schmelzeisen und Mario Böttner. Wenngleich Böttner im vergangenen Jahr dem letzten, entscheidenden Liga- Rennen einen Laufwettbewerb vorzog, ist er ebenso auf der Planungsliste wie der stets ausgeglichene und läuferisch starke Schmelzeisen. "Wir sind eigentlich personell gut besetzt", sagt Johannes Klein, der sich selbst als Athleten aus der Planung gerne heraushält, aber alleine aufgrund seiner Vorbereitung auf den Ironman Frankfurt (10. Juli) in sehr guter Verfassung ist. "Wir werden vor jedem Rennen den Einsatz konkret planen", sagt Klein, "anders geht es auch nicht, man muss ja nur mal sehen, wie kurzfristig uns letztes Jahr im letzten Rennen Leute ausgefallen sind."

Vier Rennen stehen an

Für den VfR steht auch Mir ko Reiz weiter auf der Liste, der aus beruflichen Gründen jedoch seit der vergangenen Saison den Trainingsumfang abgemindert hat. Für den Teamsprint zum Auftakt der Saison am Sonntag sind Kauer, Wagner, Wilhelm, Boch und Schmelzeisen vorgesehen. Am 26. Juni gilt es dann im Heimrennen in Simmern Klasse zu beweisen, am 23. Juli geht es zur Kurzdistanz nach Waldeck in Nordhessen, und am 21. August nach Gießen zu einem Rennen mit Windschattenfreigabe. Gelingen diese vier Auftritte, steht den VfR- Athleten vielleicht Ende August noch ein Relegationsrennen zur neuen ersten und zweiten Deutschen Triathlon- Liga ins Haus. (vb)

Nach dem Gewinn der Duathlon - Europameisterschaft im vergangenen Jahr verteidigte Paul Huhn vom VfR Simmern in Venray seinen Titel in der Altersklasse Ü 70.

VENRAY. Bei den Duathlon - Europameisterschaften im niederländischen Venray erzielten die für den VfR Simmern startenden Athleten Paul Huhn (AK 70) und Thomas Henn (AK 35) über die Powerman - Distanz (15 km Lauf/60 km Rad/7,5 km Lauf) beachtliche Erfolge: Der Mastershausener Paul Huhn wurde nicht nur erneut Europameister, sondern verbesserte den Europarekord in seiner Altersklasse gleich um sieben Minuten. Henn belegte in der Altersklasse M 35 den 23. Platz.

Weltmeister Huhn erreichte Gesamtplatz 174 in einer Zeit von 3:57:02 Stunden. Besonders beeindruckend ist dabei die Zeit der ersten Radstrecke über 60 Kilometer in 1:52 Stunden. Das entspricht einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 33 Stundenkilometern. Zu diesem Erfolg hat auch ein wenig seine neue Rennmaschine beigetragen, deren Anschaffung aufgrund seines Weltmeistertitels aus dem vergangenen Jahr (unsere Zeitung berichtete) zum Teil von Sponsoren unterstützt wurde.

Bereits am 29. Mai startet der Ü-70-Athlet in Barcis (Italien) bei der Duathlon - Weltmeisterschaft. Diese Strecke (16,5 km Lauf/80 km Rad/11 km Lauf) wird nicht nur aufgrund der vielen Steigungen deutlich schwieriger eingeschätzt.

Thomas Henn gelangte als 139. mit einer Gesamtzeit von 3:32:15 Stunden ins Ziel. In seiner Klasse konnte er sich Platz 23 sichern, was innerhalb dieser sehr stark vertretenen Altersgruppe eine gute Leistung darstellt und ein wöchentliches Training von bis zu 20 Stunden erfordert. Wenngleich ihm im Verlauf des Wettkampfes Magenprobleme zu schaffen machten, konnte er die 60 km Rad in 1:45 Stunden zurücklegen. Mit seiner Gesamtzeit war er jedoch nicht ganz zufrieden.

Dass der Kirchberger ein Powerman ist, hat er bereits vor einigen Jahren bewiesen, als er in Zoffingen (Schweiz) eine Strecke mit bis zu 3 000 Höhenmetern über eine Distanz von 10 km Lauf/150 km Rad/30 km Lauf in weniger als neun Stunden bewältigte. Im Sommer möchte er diese Strecke noch einmal in Angriff nehmen. (sr)

Streiß Zweiter in Bad Sobernheim

Beim Volks-Duathlon des TV Bad Sobernheim belegte Vorjahressieger Christoph Streiß vom VfR Simmern mit 1:06:34 Stunden über zweimal fünf Kilometer Laufen und 20 Kilometer Radfahren den zweiten Platz hinter dem Bundesliga- Starter Horst Reichel von TuS Griesheim (1:04:45). Der Neu- Simmerner Holger Wilhelm kam in 1:07:56 auf Platz vier, sein Vereinskollege Martin Wagner lief weitere zwei Ränge später nach 1:09:01 ins Ziel.

Holger Wilhelm verstärkt die Simmerner Triathleten

Triathlon: Hunsrücker wollen trotz des Abganges von Markus Fachbach auch 2005 zu den Topteams der 2. Bundesliga gehören
SIMMERN. Allmählich zurrt sich der Terminplan fest, und allmählich steht auch das Team des VfR Simmern für die kommende Triathlon-Saison. Erneut muss, darf, will die Mannschaft in der 2. Bundesliga Mitte ran, und erneut sind die Ziele für die neue Runde ehrgeizig. "Wir wollen zu den stärksten Mannschaften gehören", sagt Teamchef Johannes Klein.
Im vergangenen Jahr war die Planung offensiv auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga ausgerichtet, davon sind die Simmerner etwas abgerückt. Zum einen, weil Markus Fachbach sein Zweitstartrecht für den VfR zurückgegeben hat und nun in der benachbarten 2. Bundesliga West agiert, zum anderen aber auch, weil eine Neuordnung der Liga in Aussicht steht. Der Dachverband Deutsche Triathlon-Union (DTU) hat entschieden, dass die 2. Bundesligen mittelfristig immer stärker der 1. Bundesliga - namentlich Deutsche Triathlon-Liga (DTL) - angepasst werden sollen. Dies bedeutet beispielsweise, dass auch in den 2. Bundesligen das Windschattenfahren erlaubt wird, die Rennen damit konsequent auf Olympiatauglichkeit getrimmt werden.
Die DTU erhofft sich dadurch einen stabilen Aufbau von Athleten aus der zweiten Reihe und einen soliden Unterbau für die 1. Liga. Das Ziel ist eine Konsolidierung der Bedeutung der Kurzdistanz-Rennen auch hinsichtlich von Sponsoren, die der Verband gewinnen will. Ab 2006 sollen nur noch zwei 2. Bundesligen neben der dann verschlankten DTL existieren - bislang sind es sechs.
In der kommenden Saison wird entsprechend gesiebt. Aus der DTL werden am Saisonende sechs Teams aufsteigen, deren Plätze mit den sechs besten Mannschaften der zweiten Ligen besetzt werden. Die jeweils zwei stärksten Teams jeder 2. Bundesliga werden voraussichtlich Ende August einen Relegationswettkampf um jene sechs Plätze austragen.
Zu den Aufstiegs-Aspiranten will der VfR Simmern gehören. Schließlich wäre es nicht nur die Chance, in die DTL aufzurücken, sondern auch eine Garantie für die neue 2. Bundesliga, wenn es mit dem Aufstieg nicht funktionieren würde. Vielen Mannschaften aus den heutigen 2. Bundesligen droht mit der Umstrukturierung schließlich ein Abrutschen in die für 2006 neu zu gründenden Regionalligen, die die DTU als Auffangbecken der vier wegfallenden 2. Bundesligen bilden will.
Drei Rennen stehen für den VfR Simmern in der kommenden Saison fest. Am 5. Juni müssen die Hunsrücker entweder in Mußbach oder Darmstadt zum ersten Vergleich antreten, am 26. Juni folgt vor heimischem Publikum ein Kurzdistanz-Rennen und am 21. August ein dritter Wettkampf in Gießen, bevor es eventuell in die Relegation geht. "Es ist auf jeden Fall schon einmal sehr schön, dass wir in Simmern ein Rennen haben", sagt Johannes Klein, der sich damit doppelt auf die vereinseigene Veranstaltung freuen kann.
Der Teamchef freut sich auch darüber, dass nach dem Weggang von Markus Fachbach mit Holger Wilhelm ein neuer Mann für den VfR Simmern antreten wird. Der 31- Jährige startete bislang für den LC 80 Bad Kreuznach, wird aber sehr wahrscheinlich in den Hunsrück wechseln. Wilhelm ist ein ausgeglichener Akteur, der seine Stärken vor allem auf den längeren Strecken hat. Für den VfR dürfte er in der schwierigen neuen Saison eine Verstärkung sein. (vb)





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